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Gestern Grundstein gelegt / Hochregallager für 40 000 Paletten soll im April 2008 bezogen werden

Logistikzentrum Bekenntnis zur Weserstadt

Rinteln (wm). Gestern morgen haben Riha-Firmenchef Richard Hartinger jun. und Inga Steding, assistiert von Polier Bernd Reifegerste, an der Braasstraße den Grundstein für das neue Hochregallager mit Versandhalle, Bürogebäude und Transportbrücke der Riha-Gruppe gelegt.

veröffentlicht am 31.05.2007 um 00:00 Uhr

Richard Hartinger jun., Inga Steding und Polier Bernd Reifegerst

Ein Bauvorhaben der Superlative für 35 bis 40 Millionen Euro, das im April nächsten Jahres bezugsfertig sein soll: 40 000 Paletten haben in dem neuen Hochregallager Platz, 500 Paletten sollen im Stundenrhythmus verladen werden - und das rund um die Uhr. Möglich macht das moderne Hochtechnologie. Vorbei sind damit stundenlange Wartezeiten für Lkw-Fahrer (für die es am Hochregallager eigene Personalräume gibt). Fährt ein Lastzug vor, stehen die Paletten für dessen Beladung schon bereit. Über Durchlaufrollenbahnen können Paletten sowohl längst wie auch quer verladen werden. Scanner im gesamten System verfolgen den Warenfluss. In 14 Gassen auf 14 Ebenen sind die Paletten gelagert, ein Verschiebewagen verteilt die Waren auf die entsprechenden Kommissionierplätze. Mehrere Jahre sei das Projekt geplant und diskutiert worden, erinnerte Hartinger bei der Grundsteinlegung: "Wir sind froh, dass wir heute beginnen können." Die Millioneninvestition ist für Hartinger trotz des ausgeweiteten Auslandsengagements der Gruppe ein Bekenntnis zur Weserstadt: "Rinteln bleibt unser wichtigster Standort." Rinteln sei auch besonders produktiv mit einer Steigerung von fünf Prozent im letzten Jahr, das heißt, hier sind rund 670 Millionen Einheiten produziert worden. Für die Riha-Gruppe insgesamt nannte Richard Hartinger jun. eine Umsatzsteigerung von 1999 mit 375 auf 608 Millionen Euro im Vorjahr. 1,54 Milliarden Einheiten der verschiedensten Getränke gingen im Vorjahr aus den Abfüllanlagen ins In- und Ausland, was rund 1,34 Milliarden Litern entspricht. Der Aufschwung sei mit ein Grund für den Baubeginn, denn die Logistik dieser gewaltigen Warenmenge habe in letzter Zeit zu Problemen geführt, schilderte Hartinger. Das bestehende Blocklager ist nur in Teilbereichen automatisiert. Entschieden werden muss jetzt nur noch, wie die rund 270 Meter lange Transportbrücke, die die Extertalstraße in einer Höhe von neun Metern kreuzt, optisch gestaltet werden soll: Auf die Außenfront habe man sich bereits verständigt, über Fenster plus Beleuchtung sei diskutiert worden, doch hier hat Hartinger gewisse Bedenken. Vielleicht blieben dann Autofahrer vor der Kreuzung stehen, um sich das ungewöhnliche Schauspiel anzusehen. In der Brücke läuft nämlich eine Elektrohängebahn, die die Paletten vom Abfüll- zum Distributionszentrum transportiert. Geplant hat das neue Logistikzentrum Riha-"Hausarchitekt" Heinz Steding aus Rinteln, Generalunternehmer für den Bau ist die Firma Markgraf aus Bayreuth, für die Logistik die Firmen Schepper aus Herford und Schäfer aus Giebelstadt, Finanzpartner ist die Deutsche Leasinggruppe (Sparkasse).

Blick aus 45 Metern Höhe auf das Baugelände. Das kleine Gebäude
  • Blick aus 45 Metern Höhe auf das Baugelände. Das kleine Gebäude rechts mit Flachdach ist die Draisinenstation. Der rote Balken markiert den Verlauf der Transportbrücke über die Extertalstraße und die Bahngleise. Fotos: tol


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