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Neuer Fahrplan für das Nachfolgelokal im Ex-Bahnhof: Mehr Cocktails - weniger Konzerte

"Locomotive" läuft aus - Rintelner mit am Zug

Bad Nenndorf (rwe). Ein Kultschuppen macht dicht. Die "Loc" in Bad Nenndorf ist geschlossen. Drei Veranstaltungen stehen bis zum 12. Januar noch an, dann kreist im Erdgeschoss der Hammer. Inhaber Heiner Cronjaeger hat sich mit dem Rintelner Gastronom Arif Sanal und dem Bremer Björn Schwamborn zusammengetan und bereitet ein neues Konzept für den ehemaligen Bahnhof vor: eine "cocktailbezogene Gastronomie mit angeschlossenem Speiselokal". Im Mai will das Trio eröffnen, das derzeit noch an Details arbeitet.

veröffentlicht am 04.01.2008 um 00:00 Uhr

Blickt optimistisch in die Zukunft: Heiner Cronjaeger lässt die

Alles hat seine Zeit. Auch das "Locomotive" in Bad Nenndorf. Das auf Veranstaltungen ausgerichtete Lokal mit dem angehängten "Tender" als Restaurant wird den Bedürfnissen der Kunden heute nicht mehr gerecht. Im Herbst 1996 übernahm Cronjaeger das ehemalige Bahnhofsgebäude nach vier Jahren Leerstand und brachte Leben in den alten Wartesaal. Die Stadt als damalige Eigentümerin hatte schon die Abrisskosten ermittelt. Doch das Konzept ging auf. Mit Wüstenparty, einem Auftritt der Band "Fettes Brot" oder dem Loc-Rock-Festival setzte Cronjaeger Glanzlichter. Mit den Jahren verlor er aber immer mehr Publikum. Der Freitag als Partytag fehlt heute, die jungen Kunden verabreden sich über Handys und treffen sich nicht mehr zentral in einer Kneipe "Fast zwölf Jahre als Gastronom dabei zu sein, ist schon lange", sagt Cronjaeger nicht ohne Stolz. Er bleibt auch dabei, wenn auch mehr im Hintergrund. Der diplomierte Handels- und Vertriebswirt ist schon länger dabei, einen Pächter oder ein neues Konzept zu suchen. Er hat das Metier gewechselt, betreibt nach eigenen Worten seit einem Jahr erfolgreich eine Zeitarbeitsfirma. Bei seiner Suche wurde der 38-jährige Nenndorfer in Rinteln fündig. Mit "Bodega"-Betreiber Arif Sanal (39) verstand er sich gleich blendend. Der kannte mit Björn Schwamborn (40) einen Experten aus der Systemgastronomie, der schon mit der "Bolero"-Kette erfolgreich am Markt war. Die drei haben eine GmbH gegründet, die das Erdgeschoss nun bis Ende April völlig umbauen lässt. Das neue Lokal, das möglicherweise einen neuen Namen erhält und später von einem Geschäftsführer geleitet wird, soll eine stabile Zielgruppe von 25 bis 60 Jahren aus einem Umkreis von 20 Kilometern in die Kurstadt locken. Der neue Fahrplan stimmt Cronjaeger optimistisch. "Das wird Bundesliga in der Gastronomie." Cocktails werden groß geschrieben, dazu gibt es spanische und mexikanische Spezialitäten. Allerdings ist weitgehend Schluss mit Veranstaltungen. Drei stehen jetzt noch an: am 5. Januar die letzte "30+-Party", am 11. Januar eineAbi-Party des GBN und am 12. Januar gibt die Band "Splendit" das letzte Konzert in der "Loc".

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