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Mutter fordert mehr Verkehrssicherheit / Ampel oder Zebrastreifen /Überqueren der L 443 gefährlich

Lkw rasen an den Schulbushaltestellen vorbei

Bernsen (la). Heike Tomkötter aus Bernsen ist beunruhigt. Seit Schuljahresbeginn muss ihre Tochter Sina täglich mit dem Bus zum Gymnasium Ernestinum in Rinteln fahren. Bei der Abfahrt gibt es keine Probleme, doch wenn die Zehnjährige am Mittag nach Hause kommt, muss sie die Bernserstraße (Landesstraße 443) überqueren. "Da gibt es keine Ampel und keinen Zebrastreifen. Nicht einmal Hinweisschilder, dass dort Kinder die Fahrbahn überqueren, sind dort aufgestellt", sagt die besorgte Mutter.

veröffentlicht am 19.09.2007 um 00:00 Uhr

Nachdem die Schulkinder aus dem Bus gestiegen sind, stehen sie a

Dabei ist die L 443 eine der am stärksten befahrenen Straßen im Landkreis Schaumburg. Lastwagenfahrer, die nicht nur bei Stau von der Autobahn auf die Landesstraße ausweichen, fahren durch den Ort und unzählige Autos. "Dabei werden nicht 50 Stundenkilometer gefahren, sondern alle rasen wesentlich schneller", erzählt Heike Tomkötter. Die Bushaltestelle, übrigens die einzige im Dorf, befindet sich am Ortsausgang von Bernsen in Richtung Rehren und auf der gegenüberliegenden Seite in Richtung Bernser Landwehr. "Aus Rehren kommend rasen die Lastwagen und natürlich auch die Autos mit völlig überhöhter Geschwindigkeit in den Ort und von der anderen Seite beschleunigen sie kurz hinter der scharfen Kurve bereits wieder", erklärt Heike Tomkötter. Die junge Mutter ist erst Anfang dieses Jahres nach Bernsen gezogen. "So schlimm habe ich mir die Verkehrssituation nicht vorgestellt. Man muss immer um die Kinder bangen", so Tomkötter. Nicht nur die Großen, auch die Grundschüler müssen von Bernsen aus mit dem Bus nach Rehren fahren und nutzen die gleichen Haltestellen. Da für sie das Überqueren der Straße noch gefährlicher ist, werden sie von ihren Eltern zum Bus oder direkt nach Rehren gebracht. Etwa 40 Kinder fahren von Bernsen aus mit dem Bus zur Schule und müssen - egal in welche Richtung - einmal täglich sie die Bernserstraße überqueren. "Hier muss doch etwas zur Schulwegsicherung geschehen", fordert Heike Tomkötter. "Eine Ampel wäre klasse", sind sich die Kinder und Jugendlichen einig, die gestern Mittag aus einem der Busse gestiegen sind und wieder einmal "ewig" warten mussten, um über die Straße zu kommen. "Und oft kommen die Autos und Lastwagen so angerast, dass man über die Straße rennen muss", so die Schüler. "Wenigstens ein Zebrastreifen und die notwendigen Achtung-Schilder müssen dort eingerichtet werden. Da die Bushaltestellen fast gegenüber liegen, dürfte das doch kein großes Problem sein", fordert Tomkötter. Die besorgte Mutter hat sich bereits mit einem Schreiben an das zuständige Ministerium gewandt. Von dort wurde ihr Brief an die Polizeidirektion Göttingen weitergeleitet, wo der Sachverhalt geprüft werden soll. "Das kann sicher Monate dauern", fürchtet Tomkötter, die sich jetzt auch an die Gemeindeverwaltung wenden möchte. "Überall wird von Schulwegsicherheit geredet und entsprechende Aktionen werden organisiert - hier in Bernsen geschieht nichts. Das muss sich ändern", so die Neubürgerin.

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