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Trio aus Bückeburg legt vor: Vom 23. Januar an regelmäßig Jazz und Swing in Bad Nenndorf

"Little Jazz": Dämmerschoppen mit Motto

Bad Nenndorf (oke). Für Jazz-Fans dürfte der Silvester-Frühshoppen der Wandelhalle schon bald ein Klassiker werden. Zum zweiten Mal ließ die Gruppe "Little Jazz" aus Bückeburg vor zahlreichen Zuhörern im Bistro das Jahr beschwingt ausklingen. Die Band gab einen Vorgeschmack ihres Repertoires, das sie 2008 beim monatlichen Dämmershoppen präsentieren will.

veröffentlicht am 03.01.2008 um 00:00 Uhr

Volles Haus: Der Auftritt von "Little Jazz" beim Silvester-Frühs

Das Konzept scheint zu stimmen. Gut 80 Gäste erlebten in der Bad Nenndorfer Wandelhalle einen schwung- und stimmungsvollen Ausklang des Jahres. Beste Voraussetzung für die Band "Little Jazz", die in dem Bückeburger Gasthaus Achenbach bereits seit 2006 ein Dämmershoppen mit Jazz und Swingmusik etabliert hat und damit nun auch in Bad Nenndorf Fuß fassen will. Um dem Publikum einen Einblick in das zu erwartende Programm zu geben, spielten Gitarrist Christoph von Storch, Bassist Michael Cammann und Klarinettist Helmut Rinne verschiedenste Stücke ohne klare programmatische Trennung. Beim zukünftigen Dämmershoppen orientieren sich die Musiker allerdings an vorbestimmten Mottos. Der erste Termin ist der 23. Januar mit Stücken aus den 30er Jahren. Die weiteren Auftritte folgen monatlich jeweils mittwochs ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Dass ihre Konzerte nicht nur in ihrer Heimat bereits einen festen Fan-Kreis gefunden hat und auch in Bad Nenndorf gut angenommen wird,überrascht die drei Musiker nicht. "Live-Auftritte sind in Kneipen und Restaurants leider selten geworden", so Rinne. In diese Lücke stößt "Little Jazz", die nicht nur bei Konzerten wie dem Frühschoppen, sondern auch auf Festen oft Hintergrundmusik liefern. Eine große Portion Nostalgie ist außer der Liebe zur Musik offenbar das Hauptmotiv für das Schaffen der Band. Jazz und Swing seien in seinem Elternhaus die bestimmenden Musikstile gewesen, die heute immer stärker dem Mainstream wichen. "Wir dagegen stehen noch sehr unter dem Einfluß von Musikern wie Chris Barber", sagt Rinne. Die Kleinst-Band spielt außer Swing und traditionellem Jazz auch Spirituals, Blues und Ragtime, sowie deutschsprachige Titel der 20er und 30er Jahre. Erfreut war Rinne auchüber die Zusammensetzung des Publikums an diesem Tag. Sowohl Nachwuchs im Grundschulalter als auch hochbetagte Swing-Fans waren da und zeigten, dass die Gemeinde der Jazz-Freunde in Bad Nenndorf eine beachtliche Größe hat, die sich im neuen Jahr auf weitere beswingte Auftritte freuen darf.

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