weather-image
10°
Schäfer: Geld in Naturbad investieren / Diskussion um Parkgebühren schädlich

Linke: Parkhaus ist Prestigeobjekt

Bad Nenndorf (fox). In der aktuellen Parkhaus-Diskussion regt sich Widerstand. Mark Schäfer, Vorsitzender der Partei Die Linke, Ortsverband Bad Nenndorf/Rodenberg, hält das geplante "Kurparkhaus" für überflüssig. Zudem bemängelt Schäfer den zu zahlenden Preis - sowohl mit Blick auf den Baumbestand im Kurpark, als auch den für die Allgemeinheit mit Baukosten und eventuellen Parkgebühren.

veröffentlicht am 30.10.2007 um 00:00 Uhr

Wie berichtet will die Stadt zwischen Thermalbad und Alter Post ein Parkhaus mit möglicherweise 157 Stellflächen errichten. Laut Vorentwurf soll das "Kurparkhaus" 3,24 Millionen Euro kosten, die Stadt könnte im besten Fall mit Fördergeld aus Modellen der Europäischen Union und des Bundes rund 2,7 Millionen Euro davon sparen. "Wir sprechen uns gegen ein Parkhaus an dem geplanten Ort aus und sehen keinen Bedarf für weitere 157 Parkplätze in der Bad Nenndorfer Innenstadt", teilt Schäfer mit, der seit Mitte September Vorsitzender der neu gegründeten Partei ist. Im Rat der Stadt Bad Nenndorf ist die Linke über Ratsherr Daniel Püschel mit einem Sitz vertreten. Aus Schäfers Sicht handelt es sich bei dem Parkhaus um ein "Prestigeobjekt", so etwas habe nicht die Allgemeinheit zu finanzieren. "Wir sind gern bereit, die Sachlage zu erörtern und sprechen uns grundsätzlich für sinnvolle Lösungen bei eventuellen Parkplatznöten aus." Aus Schäfers Sicht ließe sich die Grünfläche auch als Parkfläche nutzen, ohne Bäume zu fällen. "60 bis 70 Stellflächen könnten dort und an der Poststraße entstehen." Schäfer sieht derzeit in der Innenstadt lediglich an Donnerstagen (Markttag) und bei größeren Veranstaltungen im Kurpark Parkplatznot. In der übrigen Zeit gebe es ausreichend Parkmöglichkeiten. "Durch den Umzug von ,Plus' werden zudem Plätze in der Kurhausstraße frei. Auch die Eröffnung des Rahlfs-Komplexes wird hieran zunächst nichts ändern." Mit der Parkhausplanung beginne auch die Diskussion über Parkgebühren. Ob diese dafür sorgenwürde, dass sich die Geschäfte in der Innenstadt füllen und sich neue Betreiber dort ansiedeln, bezweifelt Schäfer. "Auch wenn die Stadt lediglich 540 000 Euroübernehmen sollte, also rund 3440 Euro pro Parkplatz, ist dies eine große Summe. Das Geld kann man in anderen Bereichen nachhaltiger angelegen." So hätte man mit diesem Betrag schon den Großteil eines Naturfreibades finanziert.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare