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Jeder achte Schüler bedürftig / Samtgemeinde zahlt 1500 Euro ein

Lindhorst richtet Schulmaterialfonds ein

Lindhorst (gus). Der Samtgemeinderat Lindhorst hat sich für die Einrichtung eines Schulmaterialfonds für bedürftige Kinder entschieden. 1500 Euro werden in den Topf eingezahlt.

veröffentlicht am 24.10.2007 um 00:00 Uhr

Den Antrag für einen Schulfonds hatte die Bürgerinitiative "Wir für soziale Gerechtigkeit" eingereicht. Samtgemeindedirektor Gerd Busche sowie die Sprecher aller Samtgemeinderatsfraktionen signalisierten Sympathie für das Vorhaben. Dieses bezieht sich auf die Grundschule mit Einrichtungen in Beckedorf und Lindhorst. Die Samtgemeinde ist Träger der Grundschule. Die Politiker ließen indes keinen Zweifel daran, dass die Samtgemeinde eigentlich nicht für die Unterstützung von Schülern aus armen Familien zuständig ist. Das sei Sache des Landes, das sich jedoch der Verantwortung entzieht, meinte Dieter Lauenstein (SPD). Da man aber, wenn man sich auf die Landesregierung verlasse, den bedürftigen Schülern nicht helfe, so Hans Bielefeld (WGS), sei es sinnvoll, für den Fonds zu stimmen. Busche verwies darauf, dass die Samtgemeinde bereits andere Unterstützung auf freiwilliger Basis leistet. Für Hausaufgabenhilfe zahle die Kommune jährlich 5000 Euro. Ratsvorsitzender Burkhard Pieper (CDU) hatte den Rat zuvor darüber informiert, dass etwa jeder achte Schüler der Lindhorster Grundschule zum Kreis der Bedürftigen zählt. In Niedersachsen sei jede siebte Familie betroffen. Bei einer Fördersumme von 1500 Euro bekomme jeder bedürftige Schüler der Lindhorster Grundschule etwa 30 Euro. Das Geld aus dem Schulfonds soll nicht direkt an die Familien verteilt werden. Um eine Nutzung für Schulmaterial zu gewährleisten, ist laut Ratsbeschluss die Schule verantwortlich für die Verwendung.



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