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Seit Montag Abrissarbeiten am ehemaligen Hotel in Engern / Wiesenfläche soll errichtet werden

Lindenkrug: Ein Stück Tradition wird abgerissen

Engern (clb). Rund fünf Monate ist es her, als am Abend des 21. März im ehemaligen Hotel "Lindenkrug" in Engern Feuer entfacht war und das Gebäude komplett ausbrannte - nun wird der "Lindenkrug" abgerissen. Am Montag haben die Firmen Sieckmeier und Söffker mit den Abrissarbeiten begonnen, von der Rückseite des Gebäudes ist - außer einem großen Berg aus Steinen, Brettern und Schutt - bereits nichts mehr zu sehen. Bis Ende nächster Woche werden die Arbeiter der beiden Firmen voraussichtlich noch im Einsatz sein.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 13:36 Uhr

Der "Lindenkrug", einst Bauernhof, dann Traditionsgaststätte mit angeschlossenem Tanzsaal und später Hotelbetrieb, wurde im Jahre 1885 gebaut und ist 122 Jahre im Besitz der Familie Koller gewesen. Gerhard und Liselotte Koller haben - bis zum Abend des Brandes - selbst im Gebäude gewohnt. Nun leben sie vorübergehend bei ihrer Tochter in Uchtdorf. Mit dem Abriss des Gebäudes geht somit auch ein Stück Geschichte verloren. "Es sind viele Erinnerungen, die dort zurückbleiben", beschreibt Ariane Benktib als Tochter der Besitzerfamilie die Lücke, die mit dem Brand des Lindenkrugs in das Leben der ganzen Familie getreten ist. Fünf Generationen ihrer Familie hätten in dem Haus gewohnt. Sie selbst habe 30 Jahre im "Lindenkrug" gelebt und sei auch dort aufgewachsen. Bereits ihre Mutter sei dort geboren worden. Nach dem Abriss des ehemaligen Hotels soll nach Ariane Benktibs Information auf dem Gelände zunächst eine Wiesenfläche entstehen; ein Wiederaufbau sei nicht geplant. Ob das Grundstück dann anschließend verkauft werde, sei noch unklar. Die Kosten für den Abriss werden von der Versicherung übernommen. Ebenfalls ungeklärt ist laut Statiker Dietrich Kipping nach wie vor die Brandursache. Das Gebäude war nach dem Brand so weit zerstört, dass der Grund für den Ausbruch des Feuers nicht mehr ermittelt werden konnte.

2 Bilder
Der "Lindenkrug" in Flammen. Bis heute konnte die Brandursache nicht geklärt werden.


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