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Silke Lorenz schlägt Mitbewerberin deutlich / Eltern Heinz und Inge Watermann sind stolz

Liekwegerin wird "erste Frau" in Walsrode

Liekwegen (jl). Ein echtes Liekweger Kind wird zum 1. November hauptamtliche Bürgermeisterin von Walsrode. Silke Lorenz, geborene Watermann, ist aus der Stichwahl mit 60,3 Prozent der Wählerstimmen als eindeutige Siegerin hervorgegangen. Ihr Handwerk, die Kommunalverwaltung, hat die 41-Jährige in Stadthagen gelernt.

veröffentlicht am 04.10.2006 um 00:00 Uhr

Ihren Heimatort Liekwegen, wo ihre Eltern Heinz und Inge Watermann wohnen, hat Lorenz in den vergangenen Jahren nur selten besuchen können. Dafür liegt ihr momentaner Arbeitsplatz zu weit weg. Lorenz ist seit 2002 hauptamtliche Bürgermeisterin im schleswig-holsteinischen Lütjenburg, das etwa 40 Kilometer von Kiel entfernt liegt. Der Arbeitsplatz ist von der dortigen Landesregierung gewissermaßen wegrationalisiert worden. "Verwaltungsreform", nannte Lorenz im Gespräch mit unserer Zeitung das Stichwort. Lütjenburg soll keine eigene Verwaltung mehr haben, weil es weniger als 6000 Einwohner hat. Deshalb hat Lorenz sich neu orientieren müssen und ist wie bereits 2002 in Lütjenburg als Parteilose für die CDU in der 25 000-Einwohner-Stadt Walsrode angetreten. "Das war ein halbes Jahr Wahlkampf, für den ich 14 000 Kilometer zurückgelegt habe." Der Einsatz hat sich offenbar gelohnt. Lorenz hat ihre SPD-Mitbewerberin in der Stichwahl deutlich hinter sich gelassen. Ihre Ausbildung für den gehobenen Verwaltungsdienst hat die gebürtige Liekwegerin von 1985 bis 1988 in der Stadthäger Stadtverwaltung absolviert. Nach einem Jahr im Amt für Altenheime der Schaumburger Kreisverwaltung hat sich Lorenz nach Norden orientiert. Bis 1999 hat sie in verschiedenen Ämtern der Kieler Stadtverwaltung gearbeitet und ist dann für drei Jahre in die Amtsverwaltung Kisdorf am Hamburger Stadtrand gewechselt, wo sie das Bau- und Hauptamt geleitet hat. Danach hat ihre Zeit als Bürgermeisterin begonnen, die sie nun mit deutlich mehr Verantwortung fortsetzt. Und es ist keine Frage, dass Heinz und Inge Watermann mächtig stolz sind auf den Wahlerfolg ihrer Tochter.

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