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Für den Weihnachts-„Wunschpunsch“ suchen wir Ihre Lieblingstitel und Erinnerungen

Lieder, die Brücken zur Vergangenheit bauen

Hameln (kar). Zweiter Weltkrieg: Die junge Hamelnerin, die beim Nachrichtendienst der deutschen Wehrmacht in Norwegen arbeitet, lernt dort ihre große, erste Liebe kennen – einen Offizier. „Wegen dieser Beziehung wurden wir dann gnadenlos getrennt“, erzählt die heute 84-Jährige. Sie wird 1000 Kilometer weit in die norwegische Diaspora geschickt. Dort hört sie eines Tages eine Durchsage vom Sender Oslo und das Lied „Du stehst nicht im Adressbuch...“, das sich ein Oberstleutnant der Küstenartillerie für seinen Schatz im hohen Norden wünscht. „Die Feldpost dauerte immer ewig lange, so wusste er nicht, wohin ich verfrachtet war“, erinnert sich die Hamelnerin. Ihr Liebster verspricht, sie 1946 zu holen. Doch es gibt keine weiteren Nachrichten.

veröffentlicht am 14.10.2009 um 17:46 Uhr
aktualisiert am 25.11.2009 um 14:03 Uhr

Ein Lied weckt zärtliche Erinnerungen

Hameln (kar). Zweiter Weltkrieg: Die junge Hamelnerin, die beim Nachrichtendienst der deutschen Wehrmacht in Norwegen arbeitet, lernt dort ihre große, erste Liebe kennen – einen Offizier. „Wegen dieser Beziehung wurden wir dann gnadenlos getrennt“, erzählt die heute 84-Jährige. Sie wird 1000 Kilometer weit in die norwegische Diaspora geschickt. Dort hört sie eines Tages eine Durchsage vom Sender Oslo und das Lied „Du stehst nicht im Adressbuch...“, das sich ein Oberstleutnant der Küstenartillerie für seinen Schatz im hohen Norden wünscht. „Die Feldpost dauerte immer ewig lange, so wusste er nicht, wohin ich verfrachtet war“, erinnert sich die Hamelnerin. Ihr Liebster verspricht, sie 1946 zu holen. Doch es gibt keine weiteren Nachrichten. „Nach drei Jahren kam er und da waren es drei Monate vor meiner Heirat“, sagt die Hamelnerin, die aus Rücksicht auf ihre Familie anonym bleiben möchte: „Meine Antwortbriefe waren 1946 unterschlagen worden und er dachte, dass ich alles vergessen hätte. Aber jetzt war es zu spät.“ Inzwischen sei sie 60 Jahre glücklich verheiratet: „Das andere sollte nicht sein.“ Doch die Erinnerung lebt: Deshalb wünscht sich die 84-Jährige bei der „Wunschpunsch“-Aktion von Dewezet und Radio aktiv: „Du stehst nicht im Adressbuch“. Und: „Es wird einmal ein Wunder geschehen“ von Zarah Leander. Eine ergreifende Geschichte. Und zwei Lieder, die Brücken in die Vergangenheit bauen.

Sicher kennen Sie, liebe Leser, auch Lieder, die untrennbar mit Ereignissen verbunden sind, an die Sie wehmütig, sehnsuchtsvoll, traurig oder auch voller Freude, Glück und Dankbarkeit zurückdenken. Dann schreiben Sie uns – entweder per E-Mail an wunschpunsch@dewezet.de oder schriftlich mit dem Stichwort „Wunschpunsch“ an die Dewezet-Redaktion, Baustraße 44, 31785 Hameln oder an Radio Aktiv, Deisterallee 3, 31785 Hameln. Wünschen Sie sich Ihre Lieder und erzählen Sie uns Ihre Geschichte. Sie können sich aber auch Lieder wünschen, ohne Ihre Erinnerungen preiszugeben.

Insgesamt 1000 Musiktitel, darunter auch Ihre Lieder, werden in einer „Wunschpunsch“-Sonderbeilage Anfang Dezember veröffentlicht. Danach heißt es für Sie wieder: abstimmen! Die beliebtesten 400 Lieder der 1000 vorgeschlagenen Titel werden an den Weihnachtsfeiertagen, am 24., 25. und 26. Dezember, von Radio Aktiv gesendet und zuvor veröffentlicht. Nur die Top 20 bleiben bis zum Schluss geheim. Die gibt’s dann beim „Wunschpunsch“Countdown am 26. Dezember in der Sumpfblume.

Übrigens: Jeder im Dezember über die kostenpflichtige Telefonhotline abgegebene Titelwunsch ist für den guten Zweck. Der Erlös kommt sozialen Projekten in unserer Region zugute.

Infos im Internet unter www.dewezet.de, Dossier „Wunschpunsch 2009“



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