weather-image
34°
×

Ein besonderes selbst genähtes Geschenk von Frauen aus der Region für Krebspatientinnen in Hameln

Liebevolle Herzen gegen die Schmerzen

Hameln. „Welcher Tag könnte für dieses Geschenk besser geeignet sein, als der 100. Weltfrauentag!“ freute sich Dr. med. Thomas Noesselt, Chefarzt der Frauenklinik am Sana-Klinikum Hameln-Pyrmont und Leiter des Brustzentrums, angesichts der vielen bunten Herzkissen.

veröffentlicht am 17.03.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:41 Uhr

Michaela Rathkolb und Sandra Weynans übergaben, stellvertretend für die Initiative „Weserbergländer Herzen helfen“, insgesamt 70 Herzkissen als Geschenk für an Brustkrebs erkrankte Frauen.

Brustkrebs ist die in Deutschland am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung bei Frauen. Allein am Brustzentrum in Hameln werden jährlich rund 180 neu erkrankte Frauen behandelt.

„Wir möchten diesen Frauen ganz einfach ein wenig Trost und Zuversicht schenken, unabhängig von Religion, Herkunft oder politischer Einstellung“, erklärte Rathkolb auf die Frage nach Beweggründen für dieses Projekt. Im Internet hatte sie vor zwei Monaten von dieser, inzwischen in vielen deutschen Städten beheimateten Idee gelesen, die eine dänische Krankenschwester vor einigen Jahren aus Amerika mitbrachte. Schnell fanden sich emsige Mitstreiterinnen aus verschiedenen Teilen des Weserberglandes, die so wie sie in ihrer Freizeit diese Kissen fertigen.

Andrea Hahne, psychosoziale Beraterin für Krebspatienten am Klinikum, mag diese Herzen für ihre Arbeit nicht mehr missen. „Anfangs wusste ich nicht, was es damit auf sich hat, als wir im Jahr 2009 erstmals Kissen von einer kleinen Frauengruppe bekamen. Aber sehr schnell haben wir gemerkt, wie gut sie bei den Patientinnen ankommen. Wir sind sehr froh, dass wir durch die Unterstützung der ‚Weserbergländer Herzen‘ jeder Brustkrebspatientin und nun auch Frauen mit einer anderen gynäkologischen Krebserkrankung einen persönlichen kleinen ‚Seelentröster‘ anbieten können.“

Dabei haben die Herzkissen durchaus auch einen praktischen Nutzen. Dank ihrer Form können sie gut unter den Arm geklemmt werden und helfen so, Druckschmerz zu mindern oder Stöße abzufedern. „Und nicht selten werden sie später zum bequemen, täglichen Begleiter“, weiß die Seelsorgerin der Klinik Birgit Hodemann zu berichten.

Auch künftig möchten die Frauen der „Weserbergländer Herzen“ die Patientinnen des Klinikums Hameln mit Herzkissen versorgen. Jede Unterstützung der Initiative ist dabei gern willkommen.

Mehr Informationen befinden sich im Internet unter http://herzkissen-weserbergland.blogspot.com.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige