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Verkehrsverein will Werbetrommel rühren / Mausoleum und Lateinschule gehen ans Netz

Licht-Master: Ein Plan für zehn Jahre

Stadthagen (jl). Der 2004 verabschiedete Licht-Masterplan ist ein langfristiges Vorhaben. Darauf haben Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) und Bauamtsleiter Manfred Fellmann in einer Informationsveranstaltung hingewiesen. Seine Umsetzung erfordere auch bürgerschaftliches Engagement. Das wird es jetzt in verstärkter Form geben. Außer den beiden Spendensammlern Eckhard David und Michael Kasior will auch der Verkehrsverein die Werbetrommel rühren.

veröffentlicht am 15.03.2007 um 00:00 Uhr

Die alte Lateinschule und das Mausoleum sollen in diesem Jahr ne

Die Stadt hat nach den Worten Fellmanns den Weg in dieÖffentlichkeit gewählt, weil es über den Masterplan immer wieder Fragen oder Missverständnisse gegeben habe. "Er ist aufgestellt worden, um für Stadthagen eine neue Attraktion zu schaffen. Dabei ist stellenweise der Sicherheitsaspekt untergegangen", machte Hellmann deutlich. Er verwies auf dieNachbesserungen am Westwall, wo das Licht jetzt beide Zwecke erfüllt. Wichtig ist dem Bürgermeister, dass die Finanzierung des auf 420 000 Euro kalkulierten Gesamtprogramm auf möglichst viele Schultern verteilt wird, wobei die Stadt "den Einstieg macht". Zu den Schultern von Eckhard David und Michael Kasior, die bereits geraume Zeit Spenden für die Fortsetzung der neuen Ausleuchtung sammeln, sind jetzt die des Verkehrsvereins hinzu gekommen. So hat der Vorstand um Günther Bartels in der vergangenen Woche beschlossen, das Spendensammeln zu unterstützen. Dabei soll nicht nur Geber von größeren Beträgen gewonnen, sondern möglichst alle Stadthäger mobilisiert werden, die einen Geldbetrag beliebiger Größe geben wollen. Der Verein wird zudem Spendenquittungen für alle gesammelten Beträge, also auch die von David und Kasior, ausstellen. "Es freut mich, mit dem Verkehrsverein unser mittelalterliches Erbe ins rechte Licht zu setzen", lenkte Fellmann im Gespräch mit dieser Zeitung zum Kernanliegen des Masterplans. Das Ziel in den kommenden Jahren sei es, nach und nach die Stilelemente der Renaissance, die Struktur der Altstadt und die wichtigsten Gebäude ins rechte Licht zu setzen. Dafür wird die Stadt bis Ende dieses Jahres 184 000 Euro ausgegeben haben. In diesem Jahr sollen das Mausoleum an der Martini-Kirche sowie die alte Lateinschule ans Netz gehen. Theoretisch könnte auch die Ausleuchtung des Nordwalls fortgesetzt werden, wo bereits vier Stelen stehen. Das hängt vom Fortschritt der Spendensammlung ab. David und Kasior konzentrieren ihre Bemühungen zunächst auf diesen Bereich, wollen aber später für andere Beleuchtungsabschnitt sammeln. Bei den Gebäuden will die Stadt zunächst diejenigen ausleuchten, die zurzeit noch "im Dunkeln stehen", wie zum Beispiel das Schloss. Nach dieser Logik kommt der recht gut ausgeleuchtete Marktplatz ganz zum Schluss dran, zumal noch die Sanierung der Rathausfassade ausstehe. Fellmann deutete an, dass die Stromkosten mit den modernen Leuchtmitteln günstiger ausfallen als mit konventioneller Straßenbeleuchtung. So verbrauchen leuchtende Bäume auf dem Westwall jeweils dreimal 25 Watt, während eine Kugelleuchte auf dem Marktplatz 210 Watt "schluckt".



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