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Nachtabschaltung noch nicht vom Tisch / Krickhahn (SPD) will Umrüstung auf LED schneller vorantreiben

Lichtblick?

Samtgemeinde Niedernwöhren. Werden die Straßenlaternen in der Samtgemeinde Niedernwöhren nachts wieder leuchten? Das letzte Wort scheint darüber noch nicht gesprochen. Bei den Bürgern gehen die Meinungen weit auseinander. Die einen finden es halb so wild, andere stören sich extrem an der nächtlichen Finsternis. Auch in den politischen Gremien ist man geteilter Ansicht.

veröffentlicht am 27.08.2015 um 18:15 Uhr
aktualisiert am 27.08.2015 um 20:40 Uhr

Siegbert Krickhahn (SPD) will im wahrsten Sinne des Wortes etwas Licht ins Dunkel bringen. Er hat das Thema erst kürzlich im Bauausschuss der Samtgemeinde wieder auf den Tisch gebracht und die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Nachtabschaltung zwischen Mitternacht bis 6 Uhr morgens irgendwann wieder abgeschafft wird.

Dass sich seinerzeit – vor rund drei Jahren – überhaupt eine Mehrheit im Rat dafür gefunden hatte, habe ihn ohnehin erstaunt. Er selbst wohnt in Hülshagen – „am Ende der Welt“, sagt er scherzhaft. Da gebe es in manchen Straßen kaum Restlicht, sodass die nächtliche Dunkelheit besonders beunruhigend sei. „Das Thema darf nicht einfach vergessen werden“, fordert er – und liefert zugleich einen Vorschlag, wie man auf anderem Wege Geld sparen könnte: Statt im Einzelfall nur die kaputten Lampen gegen energiesparende LED-Leuchten auszutauschen, sollte die Verwaltung überlegen, die Umrüstung im größeren Umfang voranzutreiben, beispielsweise Straßenzug für Straßenzug. So würde die Samtgemeinde langfristig Energie und damit Geld einsparen, erklärt der Sozialdemokrat. „Dann können wir die Laternen vielleicht auch irgendwann wieder nachts brennen lassen“, so seine Idee. In Richtung Verwaltung regt er an, zunächst die aktuellen Preise für die LED-Technik zu prüfen, denn nach dem Auslaufen des Förderprogrammes seien diese wieder gesunken.

Nach Angaben von Samtgemeindechef Marc Busse werde man die Zahlen für eine Umrüstung in größeren Dimensionen einmal prüfen lassen und das Thema bei den kommenden Haushaltsberatungen für das Jahr 2016 einfließen lassen.

Die Nachtabschaltung wurde damals eingeführt, um die Finanzen der Samtgemeinde zu entlasten. Jährlich werden so rund 20 000 Euro eingespart. Klagen von Bürgern gebe es immer mal wieder, weiß Busse. Sollen die Laternen in Ausnahmefällen auch einmal die Nacht durchleuchten – zum Beispiel bei Erntefesten –, müssten die jeweiligen Bürgermeister vorab einen Antrag bei der Samtgemeinde stellen, erklärt der Samtgemeindechef. „Wenn das mal einer vergisst, ist das Geschrei groß.“kil



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