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Energiesparwettbewerb des Landkreises / 10 000 Euro Preisgeld

Licht aus - das genügt nicht

Wollen weniger Watt an Schaumburgs Schulen: Die Vertreter von E.on Westfalen-Weser, Stadtwerke Rinteln, Stadtwerke Schaumburg-Lippe und Kreisverwaltung. Foto: gus Landkreis (gus). "Wer das Watt nicht ehrt, ist die Kilowattstunde nicht wert" lautet das Motto für 22 weiterführende Schulen in Trägerschaft des Landkreises. Zumindest, wenn diese den Energiesparwettbewerb gewinnen wollen, den die Kommune gemeinsam mit den Energieversorgern E.on Westfalen-Weser, Stadtwerke Rinteln und Stadtwerke Schaumburg-Lippe ausgeschrieben hat. Dieser ist mit 10 000 Euro dotiert.

veröffentlicht am 17.02.2007 um 00:00 Uhr

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Bis Ende Juni haben die Schulen Gelegenheit zur Anmeldung. Die Teilnahme ist freiwillig. Lohnen dürfte sich diese jedoch unabhängig von den Gewinnaussichten. Denn die Energiekostensenkung komme der jeweiligen Einrichtung ohnehin zugute, betont Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier. Es geht nicht allein um spartanischen Umgang mit Energie. Peter Held (E.on Westfalen-Weser) spricht in Bezug auf die optimale Energieausnutzung von der "Veredelung der Kilowattstunde". Mit "Tür zu, Licht aus, Heizung runter" ist es nicht getan. Eine Jury, bestehend aus Vertretern der drei Unternehmen und des Landkreises, bewertet nach Ablauf der "Sparfrist" Schlüssigkeit, Lehreffekt, Kreativität und Nachhaltigkeit der Konzepte. Zeitraum ist November 2007 bis März 2008. Wäre lediglich der Wert der eingesparten Energie ausschlaggebend für den Sieg, hätten große Schulen einen Vorteil. Außerdem starten nicht alle Einrichtungen mit derselben Ausgangslage. In Gebäuden, die mit nahezu perfekter Technik ausgestattet sind, ist weniger Sparpotenzial vorhanden. Andererseits kann dort eben jene ausgereifte Technik zum zusätzlichen Sparen genutzt werden. Seit Jahren ist der Landkreis bemüht, mit intelligenten Heizsystemen die Energiekosten in den eigenen Gebäuden zu senken. Rund 800 000 Euro betragen die jährlichen Minderkosten durch diese Anstrengungen. Seit 1994 wurden 20 000 Tonnen CO2 weniger ausgestoßen. Den Sparwettkampf begründet Fritz Klewe vom Kreis-Hochbauamt damit, dass die Möglichkeiten, durch Investitionen zu sparen, fast ausgereizt sind. Jetzt gelte es, das Verbraucherverhalten zu schulen. Der Wettbewerb solle ein Anreiz sein. Schöttelndreier spricht von einem zusätzlichen Sparpotenzial von 15 Prozent. Die Vertreter der Energieanbieter erklären unisono, sich ohne Zögern zur Teilnahme entschlossen zu haben. Strategisches Energiesparen passe zu den Firmenphilosophien, hieß es. "Wir sehen uns nicht als reinen Versorger, sondern auch als Dienstleister", meinte Jürgen Peterson (Stadtwerke Rinteln). Für Karl Schleef (Stadtwerke Schaumburg-Lippe) ist die Hilfe zu mehr Energieeffizienz auch ein Weg zu mehr Kundenzufriedenheit.

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