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Noch ein Neuling im Stadtrat: Paul-Egon Mense für die FDP

Liberaler mit Gerechtigkeitsfaible

Rinteln (cok). Eigentlich ist Paul-Egon Mense (64) Industriekaufmann, Betriebswirt und EDV-Experte, und doch war er die größte Zeit seines Lebens als Lehrer tätig, ein Vermittler zwischen Unternehmen, Angestellten und Kunden, der komplizierte Sachverhalte erklären, Studenten ausbilden und Verkäufer schulen konnte. Auch als Neuling im Stadtrat und einziger FDP'ler sieht er sich in einer Vermittlerrolle.

veröffentlicht am 05.02.2007 um 00:00 Uhr

Mehr Nähe zum Bürger: Paul-Egon Mense sieht sich in einer Vermit

"Für mich war klar, dass ich mit der CDU zusammengehen würde, obwohl das viele gewundert hat", sagt er. "Schließlich will ich nicht Mehrheiten unterstützen, sondern dazu beitragen, dass wir gemeinsame Anliegen erkennen statt Unterschiede zu betonen." Dabei erweist er sich als Pragmatiker, der nicht zu schnellen Stellungnahmen neigt, sondern darauf drängt, Fakten genau zu prüfen. So ist er dem umstrittenen "Bergrennen" nicht abgeneigt, fordert aber realistische Zahlen für den entstehenden CO 2 -Ausstoß und die Ermittlung der tatsächlichen Zuschauerzahlen aus der Zeit, als die Rennen noch umstandslos erlaubt waren. "Wer weiß, ob die damals wirklich immer so hoch waren, wie es die Befürworter in Erinnerung haben." Menses Schwerpunkt bei der Stadtratsarbeit wird in der Finanzpolitik liegen, war er doch nach seiner Arbeit bei der Computerfirma Nixdorf jahrelang in einer Bausparkasse tätig, zuletzt als Abteilungsleiter in der Verkaufsförderung, außerdem als Fachlehrer in der früher mal in Rinteln ansässigen "Akademie für Wirtschaft und Technik" und seit 1988, bis zum Ausstieg aus dem Berufsleben vor zwei Jahren, als selbstständiger Unternehmer in seiner Firma für Kommunikationstraining. Schon als junger Mann interessierten ihn politische Angelegenheiten und lange schwankte er, für welche Partei er sich entscheiden sollte. Die SPD war ihm zu sehr auf "Gleichmacherei" hin orientiert, die CDU zu elitär eingestellt und erst in der FDP fand er seine politische Heimat, in einer Partei, die seiner Einschätzung nach am meisten auf die Bürger eingeht und in der sich Leute zusammenfinden, die intensiv über anstehende Probleme diskutieren. 1974 wurde er Parteimitglied, leitete den Ortsverband und ist seit 2004 stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender. Was ihn am meisten umtreibt und auch die Antriebskraft für sein politisches Engagement bildet, ist das, was er sein "Gerechtigkeitsfaible" nennt. Zehn Jahre lang war er Schöffe am Gericht, lange auch als Vormund zuständig für einen jungen Mann mit schlimmen Lebensproblemen. "Ich sah, wie die Institution Staat mit Menschen umgeht, die aus der Bahn geraten sind, und allzu oft musste ich sagen: Um Gottes Willen, das ist ja richtig schlimm!" Umso mehr besteht er darauf, dass sich die Behörden als Dienstleiter für die Bürger betrachten und sich auch in ihrem neuen Abrechnungssystem wie ein verantwortungsvolles Unternehmen verhalten. Vor allem aber, dass die Politiker mit mehr Fachwissen und Engagement als bisher politische Forderungen stellen, die sie aus der Nähe zu ihren Wählern entwickeln.



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