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Ausschuss empfiehlt: Abbauzeiten verlängern / Marktbeschicker will sonst weggehen

Lex Döner: Mehr Zeit für den Wochenmarkt

Obernkirchen (rnk). Man solle zwar nicht mit den Fröschen reden, wenn man den Teich trockenlegen möchte, befand Thomas Stübke, doch er sei beim Thema Wochenmarkt diesem alten Sprichwort nicht gefolgt. Daher hat der Grünen-Politiker den Marktbeschickern die zu erlassende Satzung geschickt und um Antwort gebeten. Er hat eine erhalten: Der Döner-Verkäufer Madarschahian bittet um eine Verlängerung der Marktzeiten: 14.45 Uhr statt bislang 13 Uhr. Die Begründung: Seine Hauptklientel kommt erst, wenn die Schule aus ist.

veröffentlicht am 14.11.2007 um 00:00 Uhr

Bis zum Mittag ist der Markt voll: Jetzt soll der Rat die Abbauz

Statt um 13 Uhr solle der Markt erst um 14.45 Uhr enden, hatte der aus dem Iran stammende Döner-Verkäufer angeregt, denn die Schüler, die hauptsächlich für seinen Umsatz verantwortlich seien, würden erst um 12.30 und 13 Uhr aus der Schule kommen. Und wenn die Stadt ihn nicht bei seinem Ansinnen unterstütze, so teilte der Marktbeschicker mit, dann werde er dienstags und freitags nicht mehr in der Bergstadt stehen - Angebote von anderen Märkten habe er durchaus. Stübke hielt den Döner-Stand durchaus für eine Bereicherung des Marktes, Martin Schulze-Elvert (CDU) sprach von "einem nicht originären Markenprodukt eines Wochenmarktes" und befand: "Die Zeiten sind gut." Er habe jedenfalls noch von keiner anderen Seite etwas anders gehört, zudem könne er aus eigener Anschauung berichten, dass der Markt um 12.30 Uhr leer sei: "Als wenn einer pfeift und alle verschwinden in ihren Häusern." Stübke dagegen stand verlängerten Öffnungszeiten durchaus wohlwollend gegenüber: Als Pendler schaffe er es meistens nicht, bis 13 Uhr seinen Einkauf getätigt zu haben. Anschließend hob er die Debatte auf ein grundsätzliches Niveau: "Wir können uns damit zufrieden geben, dass der Markt in manchen Bereichen schlecht ist. Wir können aber auch nach vorne gehen." Bürgermeister Oliver Schäfer (SPD) bestätigte den Eindruck, dass der Besuch gegen 13 Uhr "eklatant" abfalle, verwies aber auf die Abbauzeit, die bis 14 Uhr dauere. In der Realität können doch der Verkäufer bis wenige Minuten vor 14 Uhr seine Döner an den Mann bringen, ehe er dann einfach wegfahren - zu reinigen sei bei einem Verkauf aus dem Auto recht wenig. Stübke schlug anschließend vor, das Marktende auf 13.30 Uhr zu verlegen, Schäfer plädierte dafür, einfach die Abbauzeit bis 14.30 Uhr zu verlängern. Das sei der Königsweg, befand Ausschussvorsitzender Werner Harder (SPD) und bat zur Abstimmung, die einstimmiges Ergebnis brachte: Bis 14.30 Uhr kann auf dem Markt abgebaut und damit de facto verkauft werden. Am 19. November spricht der Rat das letzte Wort.

Weil die Schüler frühestens um 12.30 Uhr kommen, möchte der Döne
  • Weil die Schüler frühestens um 12.30 Uhr kommen, möchte der Döner-Verkäufer mehr Marktzeit.


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