weather-image
10°
CDU-Ortsverband: Zunächst flächendeckend 20 Stundenkilometer

Letzte Konsequenz: Exter Weg als Einbahnstraße stadteinwärts

Rinteln (rd). Die Verkehrsführung in der östlichen Altstadt war bei der letzten Vorstandssitzung des CDU-Ortsverbandes unter Leitung von Sebastian Westphal erneut Thema. Der Ortsverband ist sich einig darin, dass die von einem Gutachter gezählten rund 8 500 Fahrzeuge im Bereich von Mühlenstraße, Brenner- und Ostertorstraße für die Anwohner unzumutbar sind. "Diese Zahl entspricht eher dem Verkehrsaufkommen einer Landstraße als einer Innenstadtstraße", kommentiert Westphal.

veröffentlicht am 22.10.2007 um 00:00 Uhr

Nach einer Lösung, die von einer politischen Mehrheit getragen wird, suche die CDU in der Altstadt schon lange. Verschiedene Anträge der CDU aus dem Ortsrat Rinteln zur Verkehrsführung seien aber später durch eine andere Mehrheitskonstellation im Verwaltungsausschuss immer wieder abgelehnt worden, erinnertWestphal. Nun will die CDU im Ortsrat Rinteln den Antrag stellen, im gesamten Altstadtquartier die Geschwindigkeit auf 20 Stundenkilometer zu begrenzen und dieses regelmäßig überwachen zu lassen. "Das sollteüberhaupt kein Problem darstellen", davon geht Ortsbürgermeister Ulrich Goebel aus, "denn seit kurzem verfügt die Stadt Rinteln über ein eigenes Gerät zur Geschwindigkeitskontrolle." Wer oft genug geblitzt werde und zahlen müsse, überlege sich hoffentlich zweimal, ob er weiterhin die Innenstadt als Durchgangsstraße benutzt oder nicht. "Unser Ziel ist es, den reinen Durchgangsverkehr zu reduzieren", betont Westphal. Wenn nun die von der CDU beantragten Veränderungen abgelehnt würden oder nicht fruchten sollten, denkt man im Ortsverband Rinteln bereits als letzte Konsequenz über eine Umwandlung des "Exter Wegs" in eine Einbahnstraße stadteinwärts nach. Allerdings spricht sich der CDU-Ortsverband gegen eine "Querschnittslähmung" der Altstadt durch eine Sperrung im Bereich Kreuzstraße und Ritterstraße aus. Westphal: "Die CDU steht für die bestmögliche Verkehrsberuhigung für die Anwohner - aber eben auch für eine lebendige Innenstadt." Das sei aber ganz ohne Autos kaum möglich, denn für Handwerk und Gewerbe sei eine durchlässige Verkehrsführung existenziell wichtig. Auch diesen Faktor wolle die CDU in ihren Beratungen stets berücksichtigen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare