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Umzug vom Wincklerbad ins "Haus Kassel" / Brunnenausschank im Foyer / Konzerte und Lesungen

Lesen und Spielen im "Promenadenzimmer"

Bad Nenndorf (dil). Es riecht noch nach Farbe, und auch der Teppichboden ist neu. "Promenadenzimmer" heißt der neue Lesesaal mit angrenzenden Spielzimmer im "Haus Kassel". Das Mobiliar und die Ausstattung wurden aus dem Wincklerbad herübergeholt. Bücher und Spiele befinden sich in Schubladen einer Vitrine, darauf liegt eine Auswahl lokaler und überregionaler Tageszeitungen. Auch die Dekoration ist neu: Ein Trockengesteck mit bunten Ostereiern hängt an der Decke.

veröffentlicht am 15.04.2006 um 00:00 Uhr

"Der Lesesaal ist videoüberwacht", hat Silke Busche, Geschäftsführerin der Kur- und Tourismusgesellschaft Staatsbad Nenndorf (KurT), bei der Eröffnung mitgeteilt. Zu oft werde sonst etwas gestohlen, sogar Toilettenpapier finde rollenweise heimliche Abnehmer. "Aber da führen wir jetzt Großrollen ein." "Video- und Fernsehgerät fehlen noch im Lesesaal", stellte KurT-Aufsichtsratsvorsitzender Wilfried Battermann fest. Sie würden bald aufgestellt. Auch die Wanddekoration werde noch ergänzt. Bisher hat der Maler Walter Sickau ein Bild vom Brunnentempel im Kurpark gespendet. Wechselausstellungen, Konzerte und Lesungen seien möglich, kündigte Busche an. "Ab Mai machen wir hier auch die Begrüßungsnachmittage, die bisher im ?Parkhotel' waren." Der Pachtvertrag mit dem "Parkhotel"- und "Esplanade"-Betreiber Klaus Pittack laufe Ende Juni aus, sagte Battermann. Dann stehe das "Haus Kassel" komplett in Regie von KurT. "Für Gastronomie und Hotelbetten arbeiten wir aber weiter mit den örtlichen Betrieben zusammen", ergänzte Busche. Der Brunnenausschank zieht im Mai in den Kiosk im Foyer des "Hauses Kassel" ein. Wer für 1,50 Euro ein Tagesticket kauft oder über Gästeticket/Nenndorf-Ticket verfügt, kann den Lesesaal nutzen und Brunnenwasser trinken. Wer nur trinken oder Flaschen abfüllen möchte, zahlt einige Cent extra. "In der Wandelhalle waren die Gäste nicht mehr so stark am Brunnenwasser interessiert,dass man für den Ausschank Personal vorhalten konnte", erklärte Battermann. "Und im ,Haus Kassel' können wir dem Gast noch Informationen dazu geben", ergänzte Busche. Pappbecher und Brunnenautomaten wie mitunter anderenorts werde es nicht geben, versicherte Battermann. Es würden weiter die bewährten Henkelgläser benutzt. Das "Haus Kassel" werde künftig täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet sein, sagte Busche. "Wir müssen diesen Service als Heilbad vorhalten, und unsere Zertifizierung gilt nur bis 2010", sagte Battermann. "Der Niedersächsische Heilbäderverband wird uns in den nächstenJahren wieder unter die Lupe nehmen, wie 52 andere Kurorte im Lande."

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