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Im Gespräch: Bibliothekarin Alexandra Topp über Kinder und Bücher

"Lesen? So früh wie möglich!"

Obernkirchen (rnk). Kreisweit einmalig ist das Angebot der Stadtbücherei, Schulen und Kindergärten Medienboxen zur Verfügung zu stellen, um die Bildung zu fördern. Unterstützt werden die BüchereiMitarbeiterinnen von der "Beratungsstelle für Öffentliche Bibliotheken Südniedersachsen". Mit Diplom-Bibliothekarin Alexandra Topp sprach Redakteur Frank Westermann.

veröffentlicht am 04.06.2007 um 00:00 Uhr

Alexandra Topp: Lesen, was den Bedürfnissen entspricht.

Wie kann die Hildesheimer Beratungsstelle der Bücherei in Obernkirchen helfen? Wir werden in enger Zusammenarbeit mit der Bücherei Obernkirchen die Titelauswahl für die zehn Medienkisten treffen. Warum ist es wichtig, dass Kinder mehr lesen? Lesen ist eine Schlüsselqualifikation für das lebenslange Lernen. Ist diese Grundlage nicht vorhanden, können auch die neuen Medien wie Computer oder Internet nur bedingt benutzt werden. Diese Grundlage bezieht sich aber nicht nur auf die reine Lesefähigkeit, sondern auch auf die damit verbundenen weiteren Möglichkeiten, denn Lesen regt die Phantasie an, kann man an jedem Ort und zu jeder Zeit tun, man kann jederzeit in eine Geschichte ein- und wieder aus ihr aussteigen - kann somit seine eigenen Bedürfnisse an eine Geschichte gezielt anpassen. Kann die Lesekultur in Deutschland nurüberleben, wenn Schule und Bibliotheken die Bemühungen um Leseförderung bündeln? Hier müsste dringend intensiver - trotz vieler bestehender Projekte - zusammengearbeitet werden. Bibliotheken sollten als selbstverständlicher Teil des Bildungssystems angesehen werden, die ihren Teil zur Alphabetisierung und Leseförderung genauso beitragen wie die Schulen. Wie oft sollten Kinder lesen? Natürlich so oft wie möglich, aber nur dann, wenn die Kinder auch noch Spaß daran haben. Welche Verantwortung haben denn dabei die Eltern? Solange die Eltern als Identifikationsfiguren eine wichtige Rolle spielen, sollten sie als Vorbild vorangehen und nicht nur gemeinsam mit Kindern lesen, vorlesen und Bilderbücher betrachten, sondern auch vermitteln, dass sie selber Spaß am Lesen haben. Was würden Sie einem Kind als Literatur empfehlen? Abhängig vom Alter des Kindes sollte es schon so früh wie möglich losgehen: Mit Stoffbilderbüchern für die Allerkleinsten, Bilderbüchern von "Pettersson" und der "kleinen Hexe" bis zu den Erstlesereihen für die Grundschüler. Der grundsätzliche Tenor sollte immer sein: Wir lesen das, was unseren Bedürfnissen entspricht.



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