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Münchhausenschule will einen verbindlichen Schulsanitätsdienst einführen

Lernen, Verantwortung zu übernehmen

Bodenwerder. In der Gesamtkonferenz der Münchhausenschule Bodenwerder haben sich alle Teilnehmer einstimmig für die verbindliche Einführung eines Schulsanitätsdienstes (SSD) ausgesprochen. Aus Sicht von Schulleiter Holger Kruppa ist dies eine Bereicherung für die jungen Menschen, aber auch für das gesamte Schulleben. Die Ausbildung zum Schulsanitäter wird bereits seit mehreren Schulhalbjahren erfolgreich in der Schule angeboten.

veröffentlicht am 22.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:21 Uhr

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Autor:

Guido Laßmann
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Nach einer Grundausbildung im Rahmen eines 16-stündigen Erste-Hilfe-Lehrgangs trainieren die Schulsanitäter anhand von Fallbeispielen richtiges Verhalten im Notfall. Den Schülern, die hier tätig werden möchten, muss bereits im Vorfeld klar sein, welche Verantwortung sie übernehmen. Verantwortung kann jedoch nur durch Handlungskompetenz erreicht werden. Und die bedarf einer fundierten fachlichen Ausbildung und stetigem Training. So kann das wöchentliche Treffen der SSD-Gruppe im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften oder Wahlpflichtunterricht organisiert werden. Der eigentliche Schulsanitätsdienst muss hiervon unabhängig gesehen werden. Neben den Aufgaben der Schulsanis, Notfallsituationen zu erkennen und richtig einzuschätzen, gehören auch, bei Bedarf lebensrettende Sofortmaßnahmen durchzuführen, die Alarmierung des Rettungsdienstes, sämtliche Erste-Hilfe-Maßnahmen rund um den Verletzten sowie dessen Betreuung, die Übergabe an die Eltern, den Rettungsdienst oder Notarzt, die Dokumentation jedes Ereignisses, der Einsatz bei Schulveranstaltungen, Bereitschaftsdienst während der Unterrichtszeiten sowie die Betreuung des Sanitätsraumes und die regelmäßige Überprüfung des vorhandenen Sanitätsmaterials.

Durch die Einrichtung und engagierte Durchführung eines „Schulsanitätsdienstes“ entsteht nach Beobachtungen der Pädagogen eine neue Sinnfindung und Persönlichkeitsentwicklung bei den Schülern. Die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst fördere das Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, so die Erfahrungen. Laut Kruppa müssen sich die Schüler beispielsweise mit Hilflosigkeit, Angst oder Schamgefühl auseinandersetzen und werden so befähigt, sich ein eigenes Bild der Lebenswirklichkeit zu machen. Sie erlangen Kompetenz in Fragen nach dem persönlichen Lebensweg und eigentlichen Schwerpunkten des Lebens. Schulsanitäter bauen Hemmschwellen und Berührungsängste nicht nur bei sich selbst ab. Darüber hinaus identifizieren sie sich durch den Sanitätsdienst mit ihrer Schule und vertreten diese nach außen.

Durch die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst wird die Sicherheit an der Schule erhöht. Ein Schulsanitätsdienst trägt damit auch Sorge für die Gesunderhaltung der gesamten Schulgemeinschaft. Entstandener Schaden wird durch schnelle und richtige Hilfeleistung begrenzt.

Aus dem Alltag des Schulsanitätsdienstes heraus werden darüber hinaus frühzeitig Unfallquellen erkannt und beseitigt. Aus diesem Grund können Schulsanitätsdienste als aktive Präventivarbeit angesehen werden, heißt es.

Derzeit besteht die Gruppe des Sanitätsdienstes an der Münchhausenschule aus acht Mitgliedern: drei Mädchen und fünf Jungen. Ebenfalls Unterstützung findet die Einrichtung des Schulsanitätsdienstes bei der zuständigen Unfallkasse, die bereits vor Ort war und sowohl das Konzept als auch die Ausstattung und Abläufe unter die Lupe genommen hat.

Als nächste Ziele haben sich die Schulsanis der Münchhausenschule die Teilnahme an einem Schulsani-Forum im März sowie die Teilnahme an dem Wettbewerb „Hand aufs Herz“ im Juli in Bremen gesetzt.



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