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Bilanzpressekonferenz: Minus im Konzernergebnis / Frank Maier verstärkt ab Oktober den Vorstand

Lenze-Gruppe setzt auf ihre Innovationskraft

Stuttgart/Groß Berkel (cb). Die Kosten senken, gleichzeitig zukunftsfähige Produkte sichern – nach diesem Konzept will die Lenze-Gruppe ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Vorstandsvorsitzender Dr. Erhard Tellbüscher stellte gestern bei einer Bilanzpressekonferenz auf der Fachmesse Motek in Stuttgart die Zahlen für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2008/2009 vor, in dem die Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise zu spüren gewesen seien.

veröffentlicht am 22.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Stuttgart/Groß Berkel (cb). Die Kosten senken, gleichzeitig zukunftsfähige Produkte sichern – nach diesem Konzept will die Lenze-Gruppe ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Vorstandsvorsitzender Dr. Erhard Tellbüscher stellte gestern bei einer Bilanzpressekonferenz auf der Fachmesse Motek in Stuttgart die Zahlen für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2008/2009 vor, in dem die Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise zu spüren gewesen seien. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum 1. Mai 2008 bis 30. April 2009 und war von einer Negativentwicklung geprägt. Der Umsatz der Lenze-Gruppe sank gegenüber dem Vorjahreswert um 19 Prozent von 621 Millionen auf 505 Millionen. Das Konzernergebnis nach Steuern beläuft sich aufgrund des Rückgangs des operativen Ergebnisses und der angefallenen Sonderbelastungen auf minus 9 Millionen Euro (Vorjahr: 35 Millionen Euro).

Dr. Tellbüscher erläuterte auch gestern in Stuttgart die wesentlichen Punkte, um Kosten im Unternehmen zu sparen und das Personal auf künftig 2700 Mitarbeiter abzubauen, wie er es bereits in der vergangenen Woche gegenüber unserer Zeitung berichtet hatte. Die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres bewegen sich weiter auf einem unbefriedigenden Niveau, wie es im Ausblick heißt. Der Auftragseingang liege heute 35 Prozent niedriger als vor der Krise. „Ich gehe davon aus, dass im aktuellen Geschäftsjahr keine signifikante Erholung eintreten wird. Das Unternehmen ist zwischenzeitlich so aufgestellt, dass wir auf dem derzeitigen Niveau wirtschaftlich arbeiten können. Gleichzeitig haben wir dafür Sorge getragen, dass unsere Innovationskraft erhalten bleibt“, sagte Dr. Tellbüscher.

Der Rückgang des Umsatzvolumens werde erst im laufenden Geschäftsjahr seine Wirkung zeigen. „Wir haben deshalb für dieses Geschäftsjahr weitere Ergebnisbelastungen eingeplant“, erläuterte der Lenze-Vorstand. Er verwies erneut auf erste positive Signale aus Asien und Amerika. „Sollte sich die Krise im laufenden Jahr nicht weiter deutlich verschärfen, werden wir die Situation mit den eingeleiteten Maßnahmen gut überstehen.“

Für die kommenden Monate kündigte der Lenze-Vorstand strukturelle und organisatorische Veränderungen an. Zum Oktober wird Frank Maier Mitglied des Vorstands der Lenze AG. Der 46-Jährige ist seit 2005 im Unternehmen und war zuletzt Geschäftsführer der Lenze Automation GmbH. Im Vorstand verantwortet er zukünftig die Bereiche Innovation und Managementsysteme. Vor seinem Einstieg bei Lenze war der Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik bei Hewlett Packard und Agilent Technologies in Deutschland und in den USA tätig.

Ebenfalls noch in diesem Jahr wird die Lenze AG in eine SE (Societas Europaea) umgewandelt. Mit dem Wandel zur europäischen Aktiengesellschaft verfolgt das Unternehmen mehrere Ziele: Unter anderem werden das internationale Image und der Markenauftritt wesentlich gestärkt. Die neue Lenze SE ermöglicht zudem eine bessere Einbindung der Belegschaft auf europäischer Ebene und kann bei Veränderungen auf europäischer Ebene größere Durchgängigkeit schaffen, wie das Unternehmen weiter erläuterte.



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