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Die Gutachter untersuchen noch weitere Details / Müller-Krahtz: "Hatten gehofft, etwas weiter zu sein"

Leitstelle: Grundsatzbeschluss auf den Herbst vertagt

Schaumburg (jl). Die Kreistage in Schaumburg und Nienburg müssen noch ein paar Monate mit ihren Grundsatzbeschlüssen über eine mögliche gemeinsame Rettungsleitstelle warten. Der Grund: Die Gutachter müssen noch Details untersuchen, die anfangs in ihrem Aufgabenkatalog nicht enthalten waren.

veröffentlicht am 16.06.2008 um 00:00 Uhr

Deswegen werden die politischen Beschlüsse nach Einschätzung der zuständigen Schaumburger Kreisdezernentin Ursula Müller-Krahtz erst in diesem Herbst gefasst werden können. "Wir hatten gehofft, etwas weiter zu sein", deutete Müller-Krahtz in einem Sachstandsbericht im Ausschuss für Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz an. Eigentlich habe die Grundsatzentscheidung vor der Sommerpause fallen sollen. Nach Gesprächen mit den Kostenträgern hätten die Gutachter weitere Aufträge bekommen, die jetzt abgearbeitet werden müssten. So soll noch untersucht werden, was die beiden Leitstellen bei einer weiteren Trennung kosten würden und wie schnell sich Investitionen in die Technik amortisieren werden, außerdem die Personalentwicklung in beiden Häusern und die Kosten einer Unterbringung der Leitstelle in der bereits in Betrieb befindlichen Hamelner Einrichtung. Auf Nachfragen aus dem Ausschuss machte Müller-Krahtz deutlich, dass bei einer Zusammenlegung ausreichend Raum an beiden Standorten zur Verfügung stehen würde. In Stadthagen gibt es dazu auch eine "Vision" -einen Anbau im Innenhof, der laut Müller-Krahtz allerdings nicht zwingend ist. Die normale räumliche Ausdehnung für eine gemeinsame Leitstelle ist nach Angaben der Dezernentin an beiden möglichen Standort annähernd gleich. Das eigentliche Sparpotenzial sind laut Müller-Krahtz jeweils vier Stellen in beiden Leitstellen, die nach einer Verschmelzung langfristig entfallen könnten. Und klar ist schon jetzt, dass die Verschmelzungskosten für die Standorte Stadthagen und Nienburg nicht gravierend voneinander abweichen, sodass nach den Worten dann "andere Argumente wichtig" werden, wie Bevölkerungsdichte, Straßennetz und Gefährdungspotenzial.

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