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Saisonalübliche Entwicklung durch Schulabschluss und Ausbildungsende

Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit

Weserbergland (wft). Die Arbeitslosenquote im Weserbergland ist nach einem kurzen Ausflug unter die Zehn-Prozent-Markt wieder auf 10,1 Prozent angestiegen - im Juni waren es noch 9,9 Prozent. 20 856 Menschen waren Ende Juli bei der Hamelner Agentur für Arbeit als arbeitslos gemeldet, 440 mehr als im Juni, aber 3244 weniger als vor einem Jahr. Damit sank die Zahl der Menschen ohne Job auf den niedrigsten Juli-Wert seit dem Jahr 2001.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 11:27 Uhr

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Die Agentur für Arbeit sieht den leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen vor allem durch die "saisonal übliche Entwicklung bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren" begründet, wie es in einer Pressemitteilung der Behörde heißt. Die Zahl der Arbeitslosen in dieser Gruppe stieg um 500 auf 2399, im Vorjahr waren es aber noch 2863. Damit sei der niedrigste Stand der vergangenen zehn Jahre erreicht, betonte die Arbeitsagentur in ihrem Monatsbericht. Im Juli hätten viele Jugendliche die Schule beendet oder Ausbildungen abgeschlossen. Wegen der Sommerferien sei ein nahtloser Übergang in Schule, Studium oder Arbeit häufig nicht möglich. Allerdings liege die Zahl der jüngeren Arbeitslosen um 464 (minus 16,2 Prozent) unter der des Vorjahres. Bereinigt um den saisonalen Ausschlag bei den unter 25-Jährigen, "kann man feststellen, dass auch im Ferienmonat Juli die Arbeitslosigkeit im Weserbergland - wenn auch nur leicht - um 0,3 Prozent gesunken ist", erklärte Ursula Rose, die Leiter der Arbeitsagen tur Hameln. "Das ist erfreulich", sagte Rose, "weil auch in den Vormonaten ein kontinuierlicher Abbau erfolgte." Sie gehe davon aus, dass die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen in den nächsten Monaten abgebaut wird, "so dass insgesamt der positive Trend der Vormonate weiter anhält". Interessenten, die noch eine Lehrstelle suchten, sollten sich laut Rose kurzfristig mit der Berufsberatung in Verbindung setzen, denn es seien in verschiedenen Branchen noch Ausbildungsstellen unbesetzt. Nach den Angaben der Hamelner Arbeitsmarktexperten meldeten sich im Juli 4645 Menschen arbeitslos - 1077 mehr als im Juni. Allerdings waren davon zuvor nur 1537 in einer Beschäftigung. Für 4195 Personen konnte die Arbeitslosigkeit beendet werden, aber nur für 1584 mit einem Arbeitsvertrag. Rund ein Drittel der Arbeitslosen wird als Bezieher von Arbeitslosengeld I oder als Arbeitslose ohne Leistungsanspruch von der Arbeitsagentur betreut, der große andere Rest - insgesamt fast 14 100 Personen, als Bezieher von Arbeitslosengeld II vom Job-Center. Freie Stellen - im Juli wurden 881 aus dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet - finden sich vor allem bei den Zeitarbeitsfirmen, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Gastgewerbe, im Handel und bei den Baunebenberufen. Von insgesamt 1382 offenen Stellen entfielen allerdings rund 500 auf reine Arbeitsgelegenheiten und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Am besten stellt sich im Weserbergland die Situation im Bereich der Geschäftsstelle Stadthagen dar. Dort wurde eine Quote von 9,2 Prozent errechnet, gefolgt von Rinteln mit 9,6 Prozent. Knapp vor Hameln liegt Springe mit 10,4 Prozent. 0,2 Prozentpunkte schlechter als Hameln ist die Quote in Holzminden mit 10,5 Prozent. Das Schlusslicht stellt Bad Pyrmont mit 12,0 Prozent dar. Zum Vergleich: In Nienburg beträgt die Arbeitslosenquote derzeit 7,2 Prozent, in der Region Hannover 10,6 und in Hildesheim 8,9 Prozent.



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