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Schulwegsicherung vor der Grundschule heiß diskutiertes Thema im Ortsrat

Lehrer kommen zu spät, weil Eltern den Weg zur Schule zuparken

Deckbergen (mld). Die Deckberger Grundschulleiterin Dagmar Tadge stellte auf der jüngsten Ortsratssitzung den neuen Schulwegeplan vor, der mögliche Gefahrenpunkte für den Schulweg zur Grundschule aufweist. Strecken, die Kinder mit dem Bus zurücklegen, sind von dem Plan allerdings ausgeschlossen.

veröffentlicht am 23.11.2007 um 00:00 Uhr

Piktogramme warnen auf der Straße - den Eltern ist das nicht gen

"Unsere Bushaltestelle ist sowieso sicherer als an anderen Schulen", urteilte Tadge, da Kinder beim Aussteigen auf dem Bus sofort auf richtiger Seite seien. Antje Rinne (WGS), schlug vor, an der Heinrich-Kohlmeier-Straße eine Querungshilfe für Kinder einzurichten, da die Straße zu breit und zu gefährlich für Schulkinder sei. Auch Friedhelm Skoruppa (SPD) wies eine solche Stelle auf: Die Kreuzung der Straßen Osterburg und Auf der Bulte müsse von acht Kindern überquert werden. Ortsbürgermeister Eckhard Hülm nannte die Kreuzung von Osterburgstraße und Pastor-Spannuth-Straße als Gefahrenquelle. Auch hier könne eine Querungshilfe Abhilfe schaffen, doch für Änderungen müsse man wohl die Schülerzahlen als Entscheidungsgrundlage nehmen. Ein weiteres Problem seien die Eltern, so die Schulleiterin: "Die Kollegen kommen morgens sogar zu spät zum Unterricht, weil das letzte Stück vor der Schule immer zugeparkt wird!" Bisherige Maßnahmen wie eine Absperrung des Geländes durch Flatterband seien erfolglos geblieben. "Deswegen möchte ich die Eltern bitten, ihre Kinder an der Bushaltestelle herauszulassen und die letzten Meter zu Fuß gehen zu lassen." Die Schule hätte bereits über die Möglichkeit eines Halteverbotes für das Schulgelände nachgedacht, was Rintelns Erster Stadrat Jörg Schröder ablehnte: "Schilder helfen nicht." Eine Änderung müsse über die Kinder an die Eltern herangetragen werden. Hülm schlug als Alternative vor, die Kinder an der ehemaligen Sparkasse herauszulassen, um ein Verkehrschaos zu vermeiden. Auffällig sei auch die "Raserei" der Eltern, so Dagmar Tadge. Anwohner Hans-Hermann Klingenberg machte den Vorschlag, aus dem Bereich um die Grundschule eine Tempo-30-Zone einzurichten. Zumindest müsse regelmäßig geblitzt werden, um der rücksichtslosen Fahrerei ein Ende zu bereiten. Hier sollte der Rintelner Geschwindigkeits-Messwagen zum Einsatz kommen. Laut Hülm müsse das die Stadt Rinteln entscheiden, einen Handlungsbedarf sah er aber: "Wir müssen eine Verbesserung erreichen." Einen Vorschlag hatten Antje Rinne und Jürgen Henze (SPD) ausgearbeitet: Rund um die Grundschule sollen Schilder in Kindersilhouette aufgestellt werden, wie sie bereits anderswo im Bereich von Schulen stehen. Dagmar Tadge: "Das kann ich mir gut vorstellen." Auch Hülm zeigte sich überzeugt: "Die Figuren können 2008 kommen."



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