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Landkreis muss Sanitärbereich in Sporthalle sanieren / Umbau auch in Waltringhausen

Legionellen: Duschen seit Wochen dicht

Bad Nenndorf (rwe). In den Duschen von zwei Sporthallen sind Legionellen in unzulässiger Größenordnung festgestellt worden. Der Sanitärbereich in der kleinen Kreissporthalle in Bad Nenndorf ist mittlerweile seit fast drei Monaten dicht und muss für 50 000 Euro erneuert werden. Betroffen waren auch die Duschen in Waltringhausen. Dort ist für 110 000 Euro ein neues Trinkwassersystem nötig.

veröffentlicht am 04.12.2007 um 00:00 Uhr

Seit Wochen sind die Duschen in der kleinen Sporthalle gesperrt.

Zu lange Rohre, tote Leitungsäste - das sind nach Auskunft der Behörden die Ursachen dafür, dass die sanitären Anlagen in der Sporthalle in Waltringhausen und in der kleinen Kreissporthalle in Bad Nenndorf im September geschlossen wurden. Die Ämter sind seit zwei Jahren verpflichtet, das Trinkwasser auf Legionellen untersuchen zu lassen und die Daten dem Gesundheitsamt zu melden. "Wir hatten knapp 10 000 koloniebildende Einheiten auf 100 Milliliter", sagt Klaus Heimann, Pressesprecher beim Landkreis. Ab diesem Richtwert sei ein sofortiges Handeln erforderlich. "Wir haben zunächst eine thermische und eine chemische Lösung versucht." Weder das Spülen mit heißem Wasser noch der Zusatz mit Desinfektionsmitteln haben aber den Befund ausreichend verbessert. Hochbauamtsleiter Fritz Klebe vermutet, dass sich die Keime in toten Ästen eingenistet haben. Deshalb müssen dieHandwerker nun die Leitungssysteme austauschen und sicherstellen, dass das heiße Wasser künftig mit 70 Grad am Duschkopf ankommt. 50 000 Euro soll der Umbau kosten. "Wir müssen sehen, wie wir das finanzieren", erklärt Heimann. Einen konkreten Termin hat er noch nicht. Der Kreis bemühe sich, Geld kurzfristig zur Verfügung zu stellen, um "Anfang 2008" mit dem Umbau zu beginnen. Eine solche Information hätte sich Sigrid Bade aus dem Vorstand des VfL Bad Nenndorf schon lange gewünscht. Im Nenndorfer Jugend- und Sportausschuss kritisierte sie, dass die Vereine in Unkenntnis darüber gelassen wurden, warum und wie lange die Duschen gesperrt sind. Mehr als einen Zettel an der Tür habe es nicht gegeben. Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese verwies auf den Eigentümer. "Wir haben die Gemeinde informiert und wissen ja gar nicht, welche Vereine da betroffen sind", erinnert Klaus Hei mann daran, dass die Trainingszeiten im Nenndorfer Rathaus vergeben werden. Allerdings ist auch dem Kreisschulamt in Stadthagen bekannt, wer wann in welcher Halleübt. Bernd Reese sieht sich bei der Kreishalle nicht in der Pflicht und deshalb auch kein Versäumnis in seinem Haus. Die Samtgemeinde habe für ihre Sporthalle den örtlichen Verein verständigt, sagt er mit Blick auf Waltringhausen. Denn auch dort waren mehr Keime im Wasser als erlaubt.



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