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Was tun mit landeseigenen Immobilien?

Leerstand: Möllring zeigt sich vorbereitet

Bad Rehburg (ade). Nach dem teilweisen Auszug des Landeskrankenhauses aus Bad Rehburg stehen zahlreiche Gebäude leer. Die Stadt Rehburg-Loccum hatte den niedersächsischen Finanzminister Hartmut Möllring zu sich eingeladen, um diese Problematik mit ihm zu erörtern.

veröffentlicht am 23.08.2008 um 00:00 Uhr

Gut vorbereitet erschien der Minister in der "Romantik Bad Rehburg" zum Gespräch mit Vertretern aus Rat und Verwaltung, kannte Straßennamen und ehemalige Nutzungen von Gebäuden, die dem Land gehören und die es nicht mehr benutzt, seit das Landeskrankenhaus einen großen Teil seiner Klinik von Bad Rehburg nach Wunstorf umgesiedelt hat. Eine Lösung für das Problem konnte er indes nicht anbieten. Mehr als 50 Prozent der derzeit 712 Einwohner Bad Rehburgs seien in sozialen Einrichtungen untergebracht, erläuterte Ortsbürgermeisterin Isolde Dralle. Mit der Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm habe der Ort trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen an Charme gewonnen. Die zahlreichen Gebäude in der Ortsmitte, die über Jahrzehnte von der Klinik genutzt worden und nun anscheinend dem Verfall preisgegeben seien, stellten den Ort jedoch vor eine schwierige Situation. Das Land, dem die Immobilien gehören, sei verpflichtet, der Stadt bei der Suche nach Lösungen zu helfen. "Der ?Schuh Bad Rehburg' ist einige Nummer zu groß für Stadt und Landkreis", meinte Dralle. Die Willensbekundung zur Hilfe kam umgehend von Möllring, das gemeinsame Interesse bestehe durchaus. Die Gebäude stünden zum Verkauf, demnächst würden sie alle ins Internet gestellt, und am Kaufpreis werde kein Verkauf scheitern. Weitere Hilfe könne er momentan nicht leisten. Das Gutachten, das die Stadt beim Bad Rehburger Sanierungsträger "BauBeCon" mit dem Ziel in Auftrag gegeben hatte, mögliche Nutzungen jenseits des allgemeingültigen Vorschlags, Hotel-Betriebe mit Wellness-Charakter in die alten Häuser zu bringen, habe nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht, sagte Rehburg-Loccums Bürgermeister Dieter Hüsemann. Seine persönliche Empfehlung an Möllring war, über Bad Rehburg als Standort für eine Schulleiter-Fortbildungs-Akademie nachzudenken. Der Minister fand die Idee weniger gut. Angesprochen auf den Denkmalschutz, unter dem einige der Gebäude stehen und der zum Erhalt der Bausubstanz verpflichte, meinte Möllring lapidar, dass das Land ebenso wie die Stadt kein Geld habe. "Dann lassen wir es eben verfallen."



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