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Freundeskreis Schloss Bevern zeigt in seiner neuen Ausstellung „Körper und Hüllen“ von drei Künstlern

Leere Hüllen ziehen den kreativen Geist magisch an

Bevern (rei). Die Gewänder von Margarete Palz rufen nach Bewegung, ziehen mit in eine Fantasiewelt tanzender Fabelwesen. Die fast lebensgroßen Frauen und Männer auf den Bildern von Ralf Rduch wecken die Lust auf das Spiel mit Entfernung oder Nähe. Und die Boot-Körper oder Körper-Boote von Peter Clemens Otte sind so filigran, dass sie den Betrachter zum Flüstern bringen.

veröffentlicht am 29.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 09:41 Uhr

Die Besucher bestaunen die Werke bei der Ausstellungseröffnung.
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Unter dem Titel „Körper und Hüllen“ laden drei Künstler auf unterschiedliche Weise dazu ein, ihre Werke mit kreativem Geist, mit Gedanken und Assoziationen zu „füllen“. Dem Freundeskreis Schloss Bevern ist es mit dieser Ausstellung wieder einmal gelungen, die Kunstfreunde der Region zu überraschen – und zu begeistern.

Freundeskreis-Vorsitzender Klaus-Volker Kempa konnte mit Freude eine große Zahl von Besuchern zur Ausstellungseröffnung begrüßen. Interessiert erfuhren sie, dass diesmal am Anfang des Ausstellungsprozesses der Titel „Körper und Hüllen“ stand – erdacht von der zweiten Vorsitzenden Elisabeth Kilian. Ihre Suche nach „passenden“ Künstlern führte ein Trio zusammen, das sich neugierig und offen auf unbekannte Partner einließ. Elisabeth Kilian selbst stellte anschließend die drei Protagonisten vor.

Dabei rief sie vor allem mit ihren Ausführungen über Margarete Palz Erstaunen hervor. Ihre Gewänder bestehen aus zerschnittenen Fotografien, manchmal mit Stoff kombiniert. Elisabeth Kilian schrieb den Gewändern einen eigenen Willen zu, denen sich der Tänzer oder die Tänzerin zu unterwerfen habe. Der Mensch in der Hülle werde zum Bestandteil des Ganzen.

Wichtig zum Verstehen der Arbeiten ist die Zusammenarbeit mit Wolfgang Thomeczek (er „baut“ die Ausstellungsräume für Margarete Palz) und mit ihrem Bruder, dem Fotografen Gerhard Heisler. Seine Fotografien sind nicht nur Ausgangsmaterial für die Kunstwerke – er fotografiert sie anschließend im architektonischen Rahmen.

Ralf Rduch aus Paderborn konzentriert sich ganz auf das Thema Körper. Die großflächige Malerei befasst sich mit der Tektonik des Körpers, also eher mit seiner Hülle, seiner Haut, seinen Bewegungen – der individuelle Ausdruck einer Persönlichkeit oder Emotionen fehlen.

Elisabeth Kilians Einführung zeigte, wie viel Freiraum die Ausstellung für den kreativen Geist des Besuchers lässt. Die Ausstellung ist bis 26. Juli im Schloss Bevern mittwochs bis freitags von 15 bis 18 sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen.

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