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Unbekannte schneiden Zaun am Schützenhaus auf / Vandalismus auch in der Stadt

Lebensgefahr: Löcher am Schießstand

Rodenberg (bab). Zwei Mal haben Vandalen in Rodenberg innerhalb einer Woche ihr Unwesen getrieben. Besonders hart traf es den Schützenclub (SC), dessen Maschendrahtzaun am Sportgelände auf einer Länge von rund 20 Metern aufgeschnitten wurde. Die letzten beiden Blumentöpfe, die der Fremdenverkehrsverein und Geschäftsleute zur Verschönerung der Kreuzung Lange Straße/Allee aufgestellt hatten, sind zerstört worden und auch vor dem "Ratskeller" demolierten unbekannte Täter eine Blumenschale, die erst jüngst vom Wirt wieder aufgestellt worden war.

veröffentlicht am 28.04.2007 um 00:00 Uhr

Robert Redinger zeigt den Schaden am Maschendrahtzaun des Schütz

"Das Grundstück zu betreten, bedeutet absolute Lebensgefahr", sagt SC-Mitglied Robert Redinger zu der Verwüstung am Schützenhaus. Denn hinter der Absperrung befinde sich der Kleinkaliberstand, an dem scharf geschossen wird. Redinger war vom Vorsitzenden Heiko Katurbe beauftragt worden, die Öffentlichkeit zu informieren, denn der SC hat eine Belohnung von 100 Euro ausgesetzt. Zudem hat der Schützenclub den Kleinkaliberstand sofort gesperrt, um ein Unglück zu vermeiden. "Ich weiß nicht, was die dahinter wollten", fragt sich Redinger. Der Verein nimmt an, dass es sich um mehrere Personen gehandelt hat. Diese müssen zudem das nötige Werkzeug wie einen Bolzenschneider oder eine Drahtschere zur Verfügung gehabt haben, denn der mannshohe Zaun ist an mehreren Stellen von oben bis unten aufgeschnitten. Das beschädigte Teilstück liegt hinter der Skater-Bahn am Sportgelände. Schon häufiger sei in der Nähe etwas passiert. Auch der Zaun des Sportvereins sei in den vergangenen Jahren öfter zerstört worden, erinnert sich Redinger. Doch einen Schießstand zu betreten, sei selbstverständlich wesentlich gefährlicher. Die Geschosse, die dort verwendet werden, haben eine Reichweite von bis zu 1400 Metern. Die Belohnung ist für Hinweise auf die Einbrecher ausgesetzt. Der SC wird alle Angaben vertraulich behandeln. Wer etwas beobachtet hat, wird gebeten, sich unter (05723) 7 54 68 oder unter 0171-2 37 90 30 zu melden. Zudem gingen auch zwei Schalen des Fremdenverkehrsvereins zu Bruch. Das war nicht das erste Mal. Es waren die letzten beiden Blumentöpfe, die von fünf ursprünglich aufgestellten übrig waren. Wie Vorsitzender Friedrich Hardekopf erklärt, ist die Geduld der Spender jetzt am Ende. "Wir stellen nichts mehr hin", sagt Hardekopf. Beim "Ratskeller" lag ein Blumenkübel in Scherben. Dabei stand er erst einen Tag. "Ich hatte ihn gerade bepflanzt", sagt Wirt Neven Trivic. Es war bereits der zweite Kübel, denn der erste wurde auch kaputt geschlagen. "Ich stelle da nichts mehr hin", sagt Trivic. Hardekopf bedauert, dass Anliegern durch blindwütige Zerstörung die Verschönerung der Stadt verleidet wird.



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