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HAWK in Holzminden verabschiedet 55 Bachelor- und 53 Master-Absolventen

„Leben Sie den Geist von Holzminden“

Holzminden (spe). Die Fachhochschule in Holzminden (HAWK) hat in einer Feierstunde im Lichthof 55 Bachelor- und 53. Master-Absolventen der Bau- und Immobilienstudiengänge verabschiedet. An diesem Tag überwog die Freude über das Erreichte nach in der Regel drei (Bachelor) beziehungsweise zwei Jahren (Master) Studienzeit in Holzminden. Festredner Professor Dr. Jürgen Erbach zog die traurige Bilanz, eine Aufarbeitung der Finanz- und Immobilienkrise und ihrer gewaltigen Dimension habe an den deutschen Hochschulen noch nicht stattgefunden.

veröffentlicht am 05.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 09:21 Uhr

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Ihre Urkunden und Zeugnisse nahmen am Ende ihrer Studienzeit 39 Absolventen des Bachelorstudiengangs Immobilienwirtschaft und -management, neun der Architektur und sieben des Bauingenieurwesens sowie 22 Master in Planen und Bauen, 19 in Bau- und Immobilienmanagement und zwölf Master in Materialwissenschaften entgegen. Beim Meisterumzug am Nachmittag feierten die „Meister“ nach altem Brauch in der Holzmindener Innenstadt.

Absolventen Teil des Bologna-Prozesses

Zur Feier am Morgen begrüßte Professor Dr. Matthias Weppler, Studiendekan Management, neben den Absolventen auch deren Eltern und unter anderem HAWK-Präsident Professor Dr. Thren. Die Absolventen seien Teil des Bologna-Prozesses, also der Umstellung vom Diplom auf Bachelor- und Master-Abschlüsse und damit hin zur internationalen Vergleichbarkeit und zur Vermittlung von Methodenkompetenz. Dass dieser Prozess nicht problemlos von statten gehe, zeigten die Studentendemonstrationen. Ja, man habe Probleme mit den Übergängen und zu kurzen Praktika, aber man arbeite daran. „Nutzen Sie die Chance der Internationalisierung, leben Sie den Geist von Holzminden“, rief Weppler den Absolventen entgegen.

Professor Dr. Rainer Vahland, Dekan der neuen gemeinsamen Standortfakultät, begrüßte unter den Gästen zehn Absolventen des Abschlussjahrgangs 1979, die den Tag in Holzminden nutzten, sich über die inhaltliche und bauliche Erneuerung ihrer Hochschule zu informieren. Vahland wies auf die Neuentwicklungen am Standort und die neuen Studiengänge hin. Auch er gestand ein, dass bei der Umstellung auf das neue Studiensystem noch „Sand im Getriebe“ sei. Dennoch sehe die Zukunft für die HAWK sehr positiv aus. In diesem Jahr hoffe man, 300 bis 350 Erstsemester aufzunehmen; und mit fünf Bachelor- und vier Masterstudiengängen ab dem Wintersemester, darunter zwei neuen, und dem für 2010 geplanten Bachelor Finanz- und Investmentmanagement sei man marktgerecht bestens aufgestellt. Zurzeit zähle die HAWK in Holzminden 840 Studierende, nach Abgängen und Neuaufnahmen seien es zumWintersemester über 950. Nach Einführung des neuen Bachelors ein Jahr später kratze man wahrscheinlich an der magischen 1000er Marke.

Entwicklung des Standorts

Diese „extrem positive Entwicklung“ werde durch das Land Niedersachsen gefördert, was auch an den baulichen Investitionen abzulesen sei. In zwei Wochen starte die Sanierung des Dachgeschosses, für die das Kabinett vor drei Wochen 1,3 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt habe. Die „dynamische Entwicklung des Standorts“ verdanke man aber auch Präsident Thren, der diese „mit Nachdruck unterstützt“ habe.

Besonders die Immobilienwirte, so der Dekan, hätten es auf dem Arbeitsmarkt nicht so einfach. Ihre Berufsaussichten seien aber immer noch befriedigend bis gut.

Stadtbaurat Jens-Martin Wolf überbrachte die Glückwünsche der Absolventenvereinigung und warb um neue Mitglieder. „Die Tür zur Zukunft haben Sie aufgestoßen. Seien Sie stets bereit und mutig, sich aktiv zu beteiligen. Das Handwerkszeug haben Sie erlernt.“

Dem „streitbaren Professor“, Professor Dr. Jürgen Erbach, war es vorbehalten, in seinem Festvortrag am Tag würdigen Feierns den Blick auch auf die innere Einkehr zu lenken, den Studienabschluss in Beziehung zur Situation in Gesellschaft und Wirtschaft zu setzen. Eine „rosige Zukunft“ hätten die Absolventen noch vor wenigen Monaten vor sich gehabt, doch es sei seitdem viel passiert. Wer jetzt mehr als „nur“ einen Abschluss vorweisen könne, sei im Vorteil. Im Berufsleben heiße es nun, Verantwortung für andere zu übernehmen und zu lernen, wie man mit dieser Verantwortung umgehe.

Bevor die 108 Absolventen ihre Urkunden und Zeugnisse in Empfang nehmen konnten und die obligatorischen AVH-Luftballons zum Schlussbild auf sie niederregneten, bedankten sich in ihrem Namen Michaela Gehl, Christopher Jäger und Kai Koschella bei den Eltern, den Professoren, wissenschaftlichen und Mitarbeitern der Verwaltung für Betreuung und Vermittlung von fachlichen und menschlichen Fähigkeiten.

Nachdem die 108 Absolventen ihre Urkunden und Zeugnisse in Empfang genommen hatten, regneten die obligatorischen AVH-Luftballons zum Schlussbild auf sie nieder.

Foto: spe



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