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In 80 Stunden Theorie und 20 Stunden Praxis auf die Arbeit mit älteren Menschen vorbereitet

LEB qualifiziert Seniorenbegleiterinnen

Höfingen (ah). „Ich wollte neue Wege beschreiten, mich beruflich mehr mit älteren Menschen befassen; da habe ich im Internet von der Weiterbildung zur Seniorenbegleiterin gelesen“, erzählt eine Frau aus Bad Münder. Ganz neu war für sie der Umgang mit dementen Personen, den sie in dem zwei Monate dauernden Kurs kennengelernt hat. „Seniorenbegleitung ist eine sinnvolle Tätigkeit, die mir viel Spaß macht“, sagt sie und fügt stolz hinzu, dass sie durch ihre Hospitation in einem Seniorenheim ein Stellenangebot erhalten habe. Auch die jüngste Teilnehmerin an dieser Weiterbildung ist glücklich, über ihr Praktikum einen Ausbildungsplatz zur Altenpflegerin gefunden zu haben.

veröffentlicht am 01.12.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 04:41 Uhr

Die Teilnehmerinnen an der Weiterbildung zur Seniorenbegleiterin mit (v. l.): Martina Schaper, Anja Franke, Referenten und Anast

Die Qualifizierungsmaßnahme in Kooperation mit der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen (LEB) fand erstmals in den Räumen des Sozialen Senioren Dienstes (SSD) in Höfingen statt. Überwiegend durch den Referenten Anastasio Odabassidis wurden die sieben Mitwirkenden in 80 Stunden Theorie und 20 Stunden Hospitation in verschiedenen Einrichtungen auf die Arbeit mit älteren Menschen fachgerecht vorbereitet. Dabei erhielten die Frauen eine Einführung in die gesellschaftliche und soziale Situation von Senioren, in alterstypische Krankheiten und psychische Veränderungen. Sie wurden mittels unterschiedlicher Beschäftigungsmodelle in der aktivierenden Begleitung älterer Menschen angeleitet, aber auch in der Betreuung und Begleitung dementiell Erkrankter. Grundlagen in Kommunikation und Gesprächsführung gehörten ebenso zum Inhalt der Maßnahme wie die Ernährung im Alter. Referenten zeigten sowohl lokale Strukturen der Altenhilfe/-arbeit als auch rechtliche Aspekte auf. Während ihrer Hospitation konnten die Kursteilnehmerinnen das neu Erlernte gleich einbringen. Die Weiterbildung schloss außerdem einen Erste-Hilfe-Kurs und einen Besuch im Hospiz in Bad Münder ein.

Mit einem Abschlusskolloquium und der feierlichen Übergabe der Zertifikate durch Anja Franke, LEB-Bereichsleiterin Weserbergland, endete die Maßnahme nun. „Im Frühjahr starten wir einen zweiten Kurs“, kündigt Martina Schaper vom SSD an. Sie wies auch darauf hin, dass in der Höfinger Einrichtung eine Halbtagesbetreuung und ein Sitzgymnastikkurs für Senioren in Planung sei.

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