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Ökumenische Hubertusmesse im voll besetzten Münster / Jäger danken Forstamt für Altargestaltung

Laut rufen die Bläser zum Erhalt der Natur auf

Hameln (gro). Im großen Rund sind die Stühle in der Münsterkirche aufgestellt und ermöglichen den Blick auf den Altarraum. Kleine Bäume und Zweige mit buntem Herbstlaub, davor ein einfaches und schmuckloses Birkenkreuz, bestimmen den Raum. Eingetaucht ist der Altarraum in helles Scheinwerferlicht, während das übrige Kirchenschiff gedämpft erleuchtet ist. Die Hubertusmesse soll gefeiert werden und das unter beeindruckender musikalischer Begleitung der Paforce-Horn-Bläser und Bläsergruppe Hameln-Pyrmont. Hell und klar erklingt die Begrüßung, geblasen auf Fürst-Pless-Hörnern vom Orgelboden, und hallt durch die romanisch-gotische erbaute Hallenkirche, während die Parforce-Horn-Bläser durch die Kirche zum Altarraum schreiten und Aufstellung nehmen. Sie prägen diesen Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Jäger. Gedämpft und nicht so hell wie die Fürst-Pless-Hörner erklingen die Parforce-Hörner beim Introitus, dem Kyrie, Gloria, Choral, dem Sanctus (Hubertushymne) und dem Hubertusmarsch sowie den von den Gläubigen gesungenen Liedern „Nun danket all“ und „Großer Gott, wir loben dich“.

veröffentlicht am 10.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:41 Uhr

Waldstimmung im Münster. Fotos: gro

Der Vorsitzende der Jägerschaft Hameln-Pyrmont, Jürgen Ziegler, dankte in seinem Beitrag zunächst dem Stadtforstamt Hameln für die herbstliche Ausschmückung des Münster zur Hubertusmesse und erinnerte dann daran, dass die Natur und Jagd seit Jahrtausenden zum Leben des Menschen gehöre. Dabei stellte er das Leben der Buschmannjäger in Südafrika in Namibia vor. Bei ihnen sei das Leben von der Natur und der Jagd geprägt. Sie lebten von und für die Natur und die Jagd sei bei ihnen ein wichtiger Eckpfeiler des Lebens, natürlich unter Be- und Achtung der Schöpfung. Für viele in der heutigen Moderne sei das aber leider nicht nachvollziehbar und durch die mehr oder weniger beeinflusste „Anpassung“ der Buschmänner an die Moderne gehe hier ein großes Naturwissen verloren. Es zähle eben nur die Moderne. Superintendent Philipp Meyer fasste das in dem Satz „Wenn die Natur verdirbt, verlieren wir die Schönheit der Welt“ zusammen.

Dechant Joachim Wingert erinnerte in seiner Predigt an den heiligen St. Hubertus. In der Form eines Kreuzes in dem Geweih eines Hirsches habe Gott ihm, bis dahin ein „wilder Jäger“, während der Jagd die Botschaft mitgeteilt, dass er ihm nicht weglaufen könne und seine Schöpfung achten solle. Diese Begegnung und das Zeichen habe Hubertus verstanden und verwandelt.

Mehrere Damen sind in der ausgezeichneten Bläsergruppe.
  • Mehrere Damen sind in der ausgezeichneten Bläsergruppe.


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