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Elsa Dreschke ist gestern 100 Jahre alt geworden - und lebt selbstständig und ohne fremde Hilfe

"Laufe hier als biologisches Wunder herum"

Rodenberg (bab). Die elegante Frau, die ihre Geburtstagsgäste gestern im Foyer der ASB-Seniorenwohnanlage begrüßt hat, sieht mitnichten so aus, als sei sie 100 Jahre alt geworden. Doch die rüstige Elsa Dreschke ist tatsächlich am 2. April 1907 in Hamburg geboren. Ins Schaumburger Land ist sie gekommen, weil sie früher hier gekurt hatte.

veröffentlicht am 03.04.2007 um 00:00 Uhr

100 Jahre und noch absolut rüstig: Elsa Dreschke. Foto: bab

Das Jahrhundert, auf das die Seniorin zurückblickt, war kein einfaches. "Es waren sehr schlimme Zeiten dabei, zwei Kriege und schreckliche Folgezeiten." Die Jubilarin ist nicht geneigt, darauf zurückzublicken. Aber ihre Jugend hat sie dennoch in guter Erinnerung. "Es war wunderschön als Jugendliche", sagt sie. Sie habe ihre Ferien immer auf dem Land verbracht. Dreschke verrät auch, was sie die Jahrzehnte über fit gehalten hat: "Ich bin immer gelaufen. Nur 15 Jahre lang hatten wir ein Auto", erzählt sie. Ganz Südtirol habe sie außerdem durchwandert. 36 Jahre hat Elsa Dreschke in Hamburg gelebt. Mit 21 Jahren heiratete sie, ihre erste Ehe blieb jedoch kinderlos. Mit ihrem zweiten Mann bekam sie zwei Söhne. Sehr spät für damalige Verhältnisse, beim zweiten Kind war sie bereits 40 Jahre alt. Sie hat drei Enkel, zwei Urenkel. Krankheiten kennt sie kaum. "Die Mandeln und der Blinddarm sind draußen", sagt sie. Aber ansonsten habe ihr gesundheitlich nie etwas gefehlt. "Ich bin dankbar, dass ich so gut beisammen bin. Ich laufe hier als biologisches Wunder herum", scherzt sie. Ihre Konstitution ist bemerkenswert. Sie lebt selbstständig und benötigt keine pflegerische Hilfe. Niemand würdeihr wahres Alter erraten. 1965 ist Elsa Dreschke mit ihrem Mann nach Bad Nenndorf gekommen. Sie kannte den Ort bereits durch Kuraufenthalte. In Hamburg sei es sehr schwierig gewesen, eine Wohnung zu bekommen. Ihr Mann starb 1987, ebenso wie ihr jüngster Sohn. 1991 zog sie sogar noch einmal nach Bückeburg um. Dort lebte sie, bis sie sich entschied, 2002 in die ASB-Anlage nach Rodenberg zu wechseln. Grund war die schöne Wohnung, die ihr dort angeboten wurde, und dass sie ihrem Sohn nahe ist, der in Bad Nenndorf lebt.

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