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Nachwehen eines Eklats bei der Hauptversammlung

Langjährige Vorsitzende Irmgard Koschorreck kehrt VdK den Rücken

Bückeburg (bus). Irmgard Koschorreck hat ihren Austritt aus dem Ortsverband Bückeburg des 1950 unter dem Namen "Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands" gegründeten Sozialverbands VdK erklärt.

veröffentlicht am 08.09.2007 um 00:00 Uhr

Am 4. Mai 2007 in der LZ: Eklat und Ehrung im Bückeburger VdK-Or

Der Verzicht auf die Mitgliedschaft setzt den Schlusspunkt unter Unstimmigkeiten, die bei der Hauptversammlung im Mai 2007 zu einem Eklat geführt hatten. "Ich habe es nicht nötig, mich unter diesen Umständen weiterhin beim VdK aufzuhalten", gab Koschorreck der Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung (LZ) zu verstehen. Mit "diesen Umständen" meint die 80-Jährige insbesondere "Lügereien und Intrigen aus den eigenen Reihen", die sie veranlasst hätten, dem Verband den Rücken zu kehren. Im Mai hatte Koschorreck dem Kreisvorsitzenden Klaus-Dieter Hellmann vorgeworfen, Bückeburger VdK-Veranstaltungen lediglich besucht zu haben, um "Unruhe zu stiften". In der Versammlung fiel der Begriff "Schlammschlacht". Der als Wahlleiter fungierende Kreisgeschäftsführer Olaf Hinstorff war der Forderung nach geheimer Wahl nicht nachgekommen. Versammlungsteilnehmer monierten "fehlende Einladungen" und die Frage nach weiteren Vorschlägen. "Ich danke allen Mitgliedern für die schönen Jahre, die wir gemeinsam verbracht haben und wünsche für die Zukunft alles Gute", lässt die langjährige Vorsitzende die Mitgliedschaft via LZ wissen. Für die gegen sie gerichteten Lügen und Beleidigungen warte sie bis heute auf eine Entschuldigung. Koschorreck trat dem Ortsverband im Juni 1975 bei. Von Januar 1991 bis April 2007 führte sie dessen Kasse; zwölf Jahre lang (von 1993 bis 2005) fungierte sie als erste Vorsitzende. Der VdK gilt heute mit in 13 Landesverbänden und rund 9000 Ortsverbänden organisiert etwa 1,4 Millionen Mitgliedern als größter Sozialverband Deutschlands. Er vertritt nach eigenen Angaben die sozialen und politischen Interessen unter anderem von Menschen mit Behinderungen, von chronisch Kranken, von Senioren und Rentnern sowie von Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern. Der Verband gibt vor, politisch und konfessionell unabhängig zu sein.



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