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Volkskönig wird in Rolfshagen beim Vogelschießen ermittelt / Schützenverein stiftet Ehrenteller

Landsknechte wollen König tapfer beschützen

Rolfshagen (la). Wegen der 700-Jahr-Feier haben sich die Schützen aus Rolfshagen für das Königsschießen etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Wer in diesem Jahr Volkskönig werden möchte, muss auf einen hölzernen "Vogel" schießen, der aus unterschiedlichen Elementen besteht.

veröffentlicht am 22.05.2007 um 00:00 Uhr

Die Landsknechte des Schützenvereins Rolfshagen werden gegen Nap

Diese Art des Schießens hat in einigen Schützenvereinen schon eine lange Tradition. Mittels einer Schablone hat Vereinsmitglied Robert Rudolf die Teile des etwa einen Meter mal einen Meter großen Adlers fein säuberlich ausgesägt und auf einem Metallrahmen befestigt. Siegbert Kellner war für die Bemalung des Vogels zuständig, auf dem in der Mitte ein großes rotes Herz schlägt. "Die Finanzierung hat die Rehrener Apothekeübernommen", lässt der zweite Vorsitzende Norbert Monden wissen, der jetzt zusammen mit seinem Schießsportleiter Mario Cascino die Bedingungen für das Königsschießen erläuterte. Teilnehmen können alle Rolfshäger Einwohner und alle Mitglieder des Schützenvereins (auch die, die nicht im Ort wohnen) ab dem Jahrgang 1985. Es gilt, die einzelnen Teile des Vogels abzuschießen, bis nur noch das Herz übrig bleibt. Wer das Herz vom Rahmen schießt, wird neuer Volkskönig oder Volkskönigin. Das Schießen selbst findet auf den Kleinkaliber-Ständen des Schützenvereins am Sonntag, 10. Juni, ab 10 Uhr statt. Wer sich Jugendkönig (Jahrgang 1986 bis 1991) nennen darf, wird bei einem KK-Schießen auf eine Ringscheibe entschieden. Der Schüler-Volkskönig (Jahrgang 1992 bis 1997) wird bei einem Laserschießen mit dem Luftgewehr nach dem Katerfrühstück am 17. Juni im Festzelt der 700-Jahr-Feier vor (vermutlich) großem Publikum ermittelt. Parallel zum Königsschießen werden die vom Schützenverein gestifteten Ehrenteller und Pokale ausgeschossen. Die Proklamation der neuen Majestäten ist am Sonntag, 17. Juni, nach der "Schlacht" gegen Napoleon gegen 15 Uhr im Festzelt auf dem Multifunktionsplatz geplant. Und diese Schlacht wirft wie immer ihre gewaltigen Schatten voraus. Die Bürger in Rolfshagen machen mobil gegen "Napoleon" und seine Truppen, die in der "Schlacht" während der 700-Jahr-Feier am Sonntag, 17. Juni, besiegt und vertrieben werden sollen. Ob es gelingt, den "Franzosen-Kaiser" zu besiegen? Die Tradition, die in Rolfshagen alle zwei Jahre die Geschichte wieder aufleben lässt, sieht das jedenfalls vor. Im Schützenverein hat sich eine eigenständige Landsknecht-Truppe gebildet, die dem Volkskönig im Kampf gegen die französischen Schergen hilfreich und tapfer zur Seite stehen will. Doch zuvor wollen die uniformierten Männer und Frauen, die übrigens noch Verstärkung suchen, ihre schicken Kostüme beim historischen Umzug zeigen. Wer noch mitmachen möchte, sollte sich schnell beim Schützenverein melden. Jeder, auch Nichtmitglieder, sind willkommen. "Es war gar nicht so leicht, an passende Uniformen zu kommen", so Lutz Monden. Er wurde aber Dank des Internets dann doch noch fündig und hat nun maßgeschneiderte Kostüme erhalten. Der amtierende Volkskönig und Kontrahent Napoleons, Mario Cascino, der ebenfalls aus den Reihen der Schützen kommt, grübelt schon über taktische Schachzüge nach und schmiedet Pläne, wie man die "schwer bewaffneten" französischen Truppenüberlisten kann. Gedanken macht er sich allerdings auch nochüber den Adjutanten des Königs, der in der Vergangenheit immer die wichtigen "Friedensverhandlungen" mit Napoleon führen musste. Zur Zeit steht er noch ohne Beistand da, hofft allerdings noch auf einen couragierten Rolfshäger, der mit ihm zu Felde ziehen will. Und auch hier gilt: "Mutige Rolfshäger meldet euch bitte bald!".

Der zweite Vorsitzende Nobert Monden (rechts) und Siegbert Kelln
  • Der zweite Vorsitzende Nobert Monden (rechts) und Siegbert Kellner stellen den hölzernen Königs-Adler vor. Foto: la


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