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Urkundenübergabe mit Anerkennungsfeier / Siebenjährige Bewerbungsphase abgeschlossen

Landschulheim ist Unesco-Projektschule

Holzminden (nig). Sieben Jahre lang hat das Landschulheim auf diesen Moment hingearbeitet – seit Samstag darf sich das Holzmindener Gymnasium nun ganz offiziell Unesco-Projektschule nennen.

veröffentlicht am 18.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:21 Uhr

Schulleiterin Helga Volger nimmt von Schüler Philip Pankow und N
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Niedersachsens Unesco-Koordinator Heinz-Jürgen Rickert überreichte das Zertifikat an Schulleiterin Helga Volger. Lehrer und Schüler umrahmten diesen Moment in der Hohen Halle mit einer abwechslungsreichen Anerkennungsfeier.

„Das Heim lebt von Beziehungen“

„Die Anerkennung erfüllt uns mit Stolz und Freude“, sagt Schulleiterin Volger, gleichzeitig sei der Titel aber auch eine Herausforderung für das Landschulheim, den Unesco-Leitgedanken weiterhin zum Thema zu machen.

Rund 200 Unesco-Projektschulen gibt es derzeit in Deutschland. Sie fördern internationale Begegnungen, Partnerschaften und Austauschprojekte, setzen sich für Menschenrechte ein, engagieren sich für nachhaltige Entwicklung, Umweltschutz und einen gerechten Ausgleich zwischen Arm und Reich. Vor sieben Jahren – nach Anregung durch eine Schülerin – entstand am Landschulheim die Idee, sich offiziell um eine Anerkennung als Unesco-Projektschule zu bemühen.

Die Schüler führen bei der Feier auch ein Theaterstück auf.
  • Die Schüler führen bei der Feier auch ein Theaterstück auf.

„Sie hatte erkannt, dass das Landschulheim Punkte berührt, die auch den Unesco-Leitlinien entsprechen“, erläuterte es Projektkoordinator Jörk Wegener, der durch das Programm der zweistündigen Anerkennungsfeier führte. In den ersten Jahren hatte der Unesco-Koordinator Heiner Meisieck das langwierige Bewerbungsverfahren am Landschulheim vorangetrieben, 2004 hatte die Holzmindener Einrichtung den Status „mitarbeitende Unesco-Projektschule“ erlangt. Nun erfolgte die vollständige Anerkennung.

„Das Landschulheim lebt von den Beziehungen der Menschen“, sagte es Schulleiterin Helga Volger. Weltoffenheit und Menschlichkeit würden den Schülern daher am Landschulheim seit je her vermittelt. „Diese Auszeichnung bestätigt uns, an diesen Zielen festzuhalten.“

Beispiele, wie der Unesco-Gedanke am Landschulheim umgesetzt wird, gibt es reichlich – und sie werden im Rahmen der zweistündigen Feier anschaulich präsentiert. Menschenrechte zum Beispiel sind im Landschulheim ein vollwertiges Unterrichtsfach, es gibt eine Schüler-Uno und man beteiligt sich internationalen Comenius-Projekt. Hier arbeiten drei Schulen verschiedener Nationen an einem Thema.

Da trifft es sich gut, dass Gäste der Partnerschulen in Spanien und Norwegen derzeit in Holzminden zu Gast sind, die Feier begleiten und bei dieser Gelegenheit ihre Heimat kurz vorstellen.

Zukunft ist, was Menschen daraus machen

Wie in dem Philosophiekurs am Landschulheim diskutiert wird, demonstriert eine Schülergruppe mit einer improvisierten Debatte zum Thema Hoffnung. Zu der halbstündigen Einlage gehören auch Fragen aus dem Publikum. Auch sind da Ausschnitte aus dem bereits aufgeführten Musical „Der gute Geist vom Landschulheim“ zu sehen. Die beeindruckenden Gesangseinlagen der Schüler unterschiedlichen Alters unterstreichen, wie sehr auch die kreative Entwicklung am Landschulheim gefördert wird. Auch die Schülerband kommt zum Einsatz. Die Theatergruppe inszeniert schließlich ein Stück zum Thema Zukunft – aus längst vergangenen Epochen betrachtet. Darin zeigt sich auf anschauliche Weise: Die Zukunft ist das, was Menschen daraus machen.

Und genau das ist der Gedanke von Unesco-Projektschulen, wie es Niedersachsen-Koordinator Heinz-Jürgen Rickert formuliert: Schüler zu unterstützen bei ihrer Entwicklung zu sozial handelnden Menschen, zu kritischen und verantwortungsvollen Staatsbürgern.



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