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"Volle Hütte" beim Grünkohlessen / Raucher-Diskussion löst sich in blaue Luft auf / "Kinderkrankheiten" behoben

Landrat: Große Resonanz ist Zeichen tiefer Verwurzelung

Bückeburg (bus). "Herzlichen Glückwunsch, Sie haben es wieder einmal geschafft, die Hütte vollzubekommen" - spätestens nach dieser von Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier ausgesprochenen Gratulation wird die Pulsfrequenz im Organisationsteam des 35. Bürgerbataillon-Grünkohlessens um Stadtmajor Rolf Netzer Normalmaße erreicht haben.

veröffentlicht am 28.01.2008 um 00:00 Uhr

"Ein Hoch aufs Bataillon": Den Herren schmeckt das Schaumburger

Zu diesem Zeitpunkt (Schöttelndreier war der vierte Grußredner) zeichnete sich ab, dass die "Hütte", respektive die Schlossremise, nicht nur voll von Gästen sondern auch von bester Stimmung ausgefüllt war. Rund 550 Besucher wollten sich am Freitag den Jahreshöhepunkt für den maskulinen Teil der Bückeburger Bevölkerung nicht entgehen lassen. Gekommen waren zusätzlich zu den Bataillonsangehörigen etliche Delegationen benachbarter und befreundeter Städte, Vereinigungen und Institutionen sowie eine zwölfköpfige Abordnung aus den Niederlanden. Landesbischof Jürgen Johannesdotter wurde ebenso separat begrüßt wie die erstmals offiziell teilnehmenden Mitglieder von Fürstenrott und Cammer Rott. Die erst seit dem 24. November 2007 organisierten Cammeruner bildeten mit 30 Männern eine der größten Delegationen. Außer Schöttelndreier brachten Bürgermeister Reiner Brombach, Heeresfliegergeneral Richard Bolz, Bürgerschützenkönig Peter Davidovic und André Bonthuis, Bürgermeister in Bückeburgs holländischer Partnerstadt Nieuwerkerk, die Bedeutung der traditionsreichen Veranstaltung zum Ausdruck. "Die große Resonanz ist ein Zeichen tiefer Verwurzelung", sagte der Landrat. Für den Gesamterfolg des Abends zeichneten das unter der Stabführung von Heiko Deterding superb agierende Stadtorchester Bückeburger Jäger und das von Festwirt Karl-Friedrich "Carlo" Kerkhoff-Schäfer geleitete prächtige Service-Geschwader verantwortlich. Die Stoßtrupps von Carlos Kohl- und Kartoffelkompanie trugen ihre Versorgungsangriffe heuer aus drei unterschiedlichen Richtungen vor und nahmen dabei - taktisch geschickt - zunächst die außen sitzenden Vorposten unter Verpflegungsfeuer. Die umgekehrte Taktik (erst die Mitte und hernach die Randbezirke) hätte das Fußvolk ob der ständig an seinen Tischen vorbeirauschenden Furageflut womöglich in krawallige Unruhe versetzt. So kam es, dass die Prominenz sich ein wenig in Geduld üben musste. Was gerüchteweise wenigen unter den Bekanntheiten nicht nur das Wasser im Mund zusammen, sondern auch die eine oder andere Laus über die Leber laufen lassen haben soll. Gleichwie war der Zusammenkunft anzumerken, dass die Verantwortlichen Lehren aus den organisatorischen Unzulänglichkeiten der zwei Vorjahre gezogen hatten. Selbst die im Vorfeld des aktuellen Grünkohlessens pulstreibend diskutierte Einhaltung des Nichtraucherschutzgesetzes löste sich sozusagen in "blauer" Luft auf. "Manchmal kann man nicht alles sehen", hatte Brombach zu Beginn des Abends mit kaum sichtbarem Augenzwinkern zu verstehen gegeben. Als das Wintergemüse längst abgeräumt und die Festgesellschaft mehrheitlich Richtung Theke unterwegs war, sollen in Zapfhahnnähe vorsorglich aufgestellte Aschenbecher zu erblicken gewesen sein. "Vermutlich für das Personal", hieß es. Das könne der Stressbewältigung dienen und sei als Privatsache zu betrachten.

Die unter der Stabführung von Heiko Deterding agierenden Bückebu
  • Die unter der Stabführung von Heiko Deterding agierenden Bückeburger Jäger tragen wesentlich zum Gesamterfolg des Abends bei.


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