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Kreissportbund macht repräsentative Befragung über den Bedarf an Sportstätten / Künftig mehr Planungssicherheit

Landkreisübernimmt bundesweit eine Vorreiterrolle

Landkreis (sig). Haben wir genügend Sportstätten im Schaumburger Land und werden die vorhandenen optimal ausgelastet? Wo bestehen Lücken? Welche Sportangebote haben welche Perspektiven in den nächsten zehn bis 20 Jahren? Diese und andere Fragen möchte der Kreissportbund in Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den Kommunen mit Hilfe einer gezielten Bedarfsermittlung klären.

veröffentlicht am 16.02.2008 um 00:00 Uhr

KSB-Referent Hagen Rank wies auf die vielfältigen gesellschaftli

Der Vorstand des Kreissportbundes sieht auf diesem Feld Handlungsbedarf. Er hat deshalb jetzt die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden kann. Im Kern geht es sowohl um einen Sportstättenkataster als auch um einen so genannten Sportentwicklungsplan. Zu diesem Zweck wurde ein Arbeitskreis gebildet, dem Vertreter des Kreissportbundes, des Landkreises, des Gesundheitsamtes, einiger Kommunen und Vereine sowie ein Architekt und Stadtplaner angehören. Bei der ersten Sitzung dieses Gremiums wurde eine Zusammenkunft mit Professor Dr. Horst Hübner von der Wuppertaler Universität vorbereitet. Er leitet dort eine Forschungsstelle, die sich mit der kommunalen Sportentwicklungsplanung befasst, ist also ein echter Experte. Bei dem für den 29. Februar angesetzten Zusammentreffen soll gemeinsam ein Fragenbogen erarbeitet werden, der dann von den Einwohnermeldeämtern der Kommunen versandt wird. Es besteht bereits ein Basisexemplar, das die Mitglieder des Arbeitskreises noch verfeinern und präzisieren können. Der Vorsitzende des Kreissportbundes, Dieter Fischer, informierte den Arbeitskreis darüber, dass die Finanzierung dieses Projektes gesichert ist. "Wir sind der erste Landkreis in Niedersachsen, der dieses Projekt auf die Beine stellt", berichtete der KSB-Chef. Hagen Rank, Lehrreferent des Kreissportbundes, sprach davon, dass Schaumburg in diesem Fall sogar bundesweit einmalig sei. Rankübernahm anschließend die Aufgabe, mit einer Power-Point-Präsentation weitere Einzelheiten dieses Projektes zu beleuchten. Er lenkte dabei den Blick auf die bereits eingetretenen und noch zu erwartenden Veränderungen im Sport- und Freizeitverhalten, die bei dieser Aktion erfasst werden sollen. Mehr Klarheit darüber zu gewinnen, bedeutet eine größere Planungssicherheit für die Vereine, für die Kommunen und für den Landkreis. "Wir wollen, dass die finanziellen Mittel sinnvoll eingesetzt werden; deshalb wird das Ergebnis dieser Befragung auch die Sportförderung vor Ort entscheidend beeinflussen", betonte Dieter Fischer. Es sei nun einmal nicht wegzudiskutieren, dass der Bevölkerungsschwund die Arbeit der Vereine beeinflussen und zu mehr Kooperationen führen werde. Darüber hinaus wolle der KSB sich ein Bild darüber verschaffen, wie es um die Auslastung von Sportstätten steht. Sie könne sicherlich hier und da deutlicher optimaler gestaltet werden. Ein weiteres Defizit stellte der Stadtplaner Diplom-Ingenieur Wolfgang Hein (Obernkirchen) fest: "Wir haben im Landkreis kein Stadion, das für internationale Leichtathletikveranstaltungen geeignet ist." Die Auswertung der mehrseitigen Fragebögen, die an eine repräsentative Auswahl von Bürgern aller Altersgruppen verschickt werden, übernimmt die von Professor Dr. Horst Hübner geleitete Forschungsgruppe der Wuppertaler Universität.



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