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Rüdiger Schmidt leitet jetzt die Geschäftsstelle der Deutschen Vereinigung Morbus-Bechterew

Landesverband verlegt Zentrale nach Luhden

Luhden/Bad Eilsen (sig). Landesverbandsvorsitzender und damit Chef von 60 niedersächsischen Selbsthilfegruppen ist Rüdiger Schmidt seit bereits zwei Jahren. Jetzt hat er auch die Leitung der Geschäftsstelle übernommen, die von Hameln nach Luhden verlegt wurde. Platz dafür hat er in seinem Haus "Auf der Mothe 36" geschaffen.

veröffentlicht am 13.02.2007 um 00:00 Uhr

Bürgermeister Peter Zabold gratuliert Rüdiger Schmidt zu Eröffnu

Zum Auftakt dieses neuen Abschnitts in der Entwicklung des 1989 in der Rattenfängerstadt gegründeten Landesverbandes trafen sich die Vorstandsmitglieder in Luhden, um die Räumlichkeiten einzuweihen. Anschließend bereiteten sie bei einer Sitzung im "Fürstenhof" in Bad Eilsen die Jahresversammlung vor, die im April in Schwanewede bei Bremen stattfindet. Rüdiger Schmidt: "Vor 30 Jahren wussten die meisten Menschen überhaupt noch nichts von dieser Krankheit, inzwischen hat eine intensive Öffentlichkeitsarbeit auf diesem Feld deutliche Fortschritte erzielt; es gibt auch viel mehr Literatur darüber." Er ist auch Sprecher der Eilser Therapiegruppe, die von sieben auf 30 Mitglieder angewachsen ist. Bad Eilsen hat für die ehrenamtlich geführte Selbsthilfeorganisation besondere Bedeutung erlangt. Hier ist von Bechterew-Kranken zusammen mit Therapeuten und Psychologen die Patientenschulung entwickelt worden. Während der Behandlungsdauer im Rehazentrum erhalten die Betroffenen im Rahmen von sechs Modulen das notwendige Wissen, um mit dieser Erkrankung und ihren Folgen richtig umgehen zu können. Die Chefärztin der Rheumatologischen Klinik und niedersächsische Präsidentin der Rheumaliga, Dr. Inge Ehlebracht-König, ist federführend beteiligt an dieser Schulungsform. Sie erhielt deshalb den Forschungspreis der "Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew". Zu den ärztlichen Beratern gehört außerdem Dr. Joachim Irmscher, Chefarzt der Orthopädischen Abteilung der Niedersachsenklinik in Bad Nenndorf. Die Ursachen dieser Erkrankung, die mit schmerzhaften Entzündungen der Wirbelgelenke einhergeht, sind noch immer unbekannt. Jeder Dritte, der davon betroffen ist, muss das Versteifen der Hüft- und Schultergelenke sowie weiterer Gliedmaßen befürchten. Als Auslöser wird die Infektion mit bestimmten Darmbakterien befürchtet, die das Immunsystem schwächen. "Unsere Situation ist im Zuge der Gesundheitsreformen nicht einfacher geworden", versichert Rüdiger Schmidt. Die Verordnungen für den Rehasport und das Funktionstraining seien zeitlich begrenzt. Verlängerungen gebe es danach nicht. Mit der Situation, die sich durch die vom Bundestag soeben beschlossene neue Reform ergibt, wird man sich bei der nächsten Jahrestagung befassen, die in BadEilsen vorbereitet wurde. Die Wiederwahl von Rüdiger Schmidt ist dabei so gut wie sicher. Er kündigte bereits die Gründung einer neuen Selbsthilfegruppe in Emden sowie einer zweiten in Göttingen an.

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