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Neues Konzept stellt Schaumburg in den Mittelpunkt / "Lange Nacht der Kultur" als Initialzündung

Landesmuseum setzt voll auf blau-weiß-rot

Bückeburg (mig). Das Landesmuseum könnte bald noch attraktiver werden. Derzeit wird im Vorstand an einem neuen Konzept gearbeitet, mit dem wieder mehr Besucher in die Heimatausstellung gelockt werden sollen.

veröffentlicht am 24.10.2006 um 00:00 Uhr

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Das Landesmuseum setzt auf blau-weiß-rot: In Zukunft soll das "Schaumburger Land" in der Ausstellung noch stärker hervorgehoben und als einheitliches Ganzes präsentiert werden. "Die Eingangshalle soll gleich den Eindruck vermitteln, dass wir in Schaumburg sind", erläutert Museumsmitarbeiter Jürgen Schneider das angedachte Konzept einer "begehbaren Landesgeschichte". "Wir sind ein Landesmuseum und haben einen großen Fundus von Ausstellungsstücken aus dem ganzen Landkreis, die wir auch zeigen möchten", betont der Ehrenamtliche. Eine Initialzündung für die Umsetzung der neuen Ideen sieht Schneider in der "Langen Nacht der Kultur". "Die Besucher waren so begeistert von den Schaumburger Trachten und der Heimatkultur, da haben wir uns gesagt, jetzt geht es los." Ändern soll sich nicht nur die Ausrichtung, sondern auch die Art der Vermittlung. Geplant sind Spiele, der Einbezug von Computer-Präsentationen und kleine Modelle. Das Ziel: Die neuen Formen sollen den Besuch kurzweiliger und attraktiver machen und wieder mehr Touristen ins Museum holen: "Die gehen ins Schloss und ins Hubschraubermuseum und nicht zu uns", erläutert Schneider das Dilemma. Das neue Konzept könnte da Abhilfe schaffen, immerhin ist die Marke "Schaumburg" weithin bekannt. Ein mögliches Plus bei den Besucherzahlen würde endlich etwas mehr Geld in die leere Museumskasse spülen. Das wird auch dringend benötigt: An einigen Wänden bröckelt schon der Putz, es zeigen sich Löcher. "Besonders viel können wir für die neuen Maßnahmen deshalb nicht ausgeben, wir wollen zunächst mit kleinen Aktionen etwas erreichen", meint Schneider. Beispielhaft dafür ist die neu angebotene plattdeutsche Führung von Oliver Glißmann, außerdem will man noch enger mit Schulen und Staatsarchiv kooperieren. Um die vielen neuen Ansätze zu einem Ganzen zu schmieden, braucht es noch eine Weile. Am 5. November schließt das Museum, dann haben die Vorstandsmitglieder Zeit, das Gesamtkonzept auszuarbeiten.

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