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Landesforsten renaturieren weiteres Moor im Solling

Die Landesforsten arbeiten an der Renaturierung eines weiteren Waldmoors im Solling. Im Friedrichshäuer Bruch werden derzeit Fichten gefällt, damit dort bald wieder Torfmoose wachsen können. Dazu sollen auch die alten Entwässerungsgräben verschlossen werden. Ziel sei es, die 30 Hektar große Fläche bis Ende 2022 wieder zu vernässen, teilten die Landesforsten mit. Seit 2009 haben die Landesforsten bereits mehrere in der Vergangenheit trocken gelegte Waldmoore im Solling renaturiert. Moore sind nicht nur Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten. Weil sie wie riesige Schwämme fungieren, können sie auch helfen, den Wasserhaushalt einer Region zu regulieren. Zudem können sie erhebliche Mengen des für den Klimawandel mitverantwortlichen Treibhausgases Kohlendioxid speichern. Die jahrtausendealten Waldmoore im Solling wurden bis Mitte des 19. Jahrhunderts intensiv ausgebeutet. Als der Torfabbau endete, begann die Entwässerung. Gräben sorgten dafür, dass allmählich 1200 Hektar trocken fielen. Statt der ursprünglich vorhandenen Moorbirken, Zitterpappeln oder Ebereschen wurden auf den trockenen Böden Fichten gepflanzt. All dies wird jetzt nach und nach rückgängig gemacht.

veröffentlicht am 29.03.2020 um 18:31 Uhr



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