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Schäden an der Fassade durch Hochwasser/ Wahl des Materials ist von entscheidender Bedeutung

Land unter für die Dämmung?

veröffentlicht am 03.08.2013 um 00:00 Uhr

Nach den Fluten kommt das Großreinemachen: Viele Schäden, die ein Hochwasser am und im Eigenheim verursacht, sind auf einen Blick zu erkennen. Doch wie steht es um das Mauerwerk und die Wärmedämmung? Diese Frage stellen sich viele betroffene Hausbesitzer. Experten des Instituts für Wärmeschutz (FIW) München und des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik in Holzkirchen haben im Auftrag des Gesamtverbands Dämmstoffindustrie (GDI) das Verhalten von Dämmungen bei Hochwasser untersucht. Das Ergebnis: Bei den meisten Materialien sind keine Probleme zu erwarten, vor allem wenn das Gebäude gut austrocken kann. „Für eine detaillierte Aussage, die auch die Verunreinigungen bis hin zu möglichen Kontaminierungen berücksichtigt, sollte zur Sicherheit stets ein Sachverständiger vor Ort hinzugezogen werden“, empfiehlt GDI-Geschäftsführerin Marianne Tritz.

Die Auswirkungen des Wassers hängen nach Aussagen der Wissenschaftler vom verwendeten Dämmmaterial ab. Je poröser ein Stoff, desto mehr Wasser kann er aufnehmen. Dämmstoffe wie extrudiertes Polystyrol (XPS), Polyurethan (PU) und Schaumglas (CG) weisen überwiegend geschlossene Zellen auf, in denen sich Zellgas zur Verbesserung der Dämmeigenschaften befindet – Wasser sollte nicht eindringen. Diese Materialien, ebenso wie expandiertes Polystyrol (EPS), sind wegen dieser Eigenschaften als Perimeterdämmungen für Anwendungen im Erdreich und Sockel zugelassen. „Andere geschlossenzellige Dämmstoffe auf Kunststoffbasis wie Phenolharz (PF), synthetischer Kautschuk oder Polyethylen (PE) verhalten sich ähnlich“, heißt es in der Analyse.

Offenzellige anorganische Dämmstoffe wie etwa Mineralwolle, die oft in Wärmedämmverbundsystemen genutzt wird, nehmen zwar Wasser auf, lassen sich aber auch gut wieder trocknen. Empfindlicher sind laut der GDI-Untersuchung organische Dämmstoffe wie Holzfasern, Zellulose, Hanf oder Flachs. Der Tipp der Experten: „Hier ist ein Ausbau der Dämmschichten ratsam, um eventuelle Fäulnis oder Schimmelpilzschäden zu vermeiden.“



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