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"Irish Actors": Witziger Streifzug durch US-Geschichte und -Kultur

Land of baseball and apple pie

Stadthagen (sk). Das englischsprachige Schauspielerquartett "The Irish Actors Theatre Company" haben zum wiederholten Mal der "Alten Polizei" ein volles Haus und Stadthäger Oberstufenschülern einen launigen "Pflichttheatertermin" beschert. "Amerika - Land of Hope and Glory" hieß das Programm des Dubliner Ensembles, aufgeführt im Rahmen der Schaumburger Kleinkunsttage.

veröffentlicht am 19.11.2007 um 00:00 Uhr

Gut verständlich: "The Irish Actors" gleichen "Übersetzungslücke

Wer laut spricht, wird nicht nur akustisch gut verstanden sondern artikuliert auch langsamer. Betont laut und deutlich sprachen die "Irish Actors" ihr Publikum an. Nichts wurde "in den Bart geschnuschelt", vieles wiederholt und frontal mit vorgerecktem Gesicht ins Publikum "buchstabiert". Ausladende Gesten und deutliche Mimik schlossen letzte Verständnislücken. Die "Actors" führten ihren witzigen Streifzug durch die amerikanische Geschichte und Kultur ausschließlich englischsprachig - bis auf einige in den Text fließende Übersetzungen: "Shut up - Halt die Schnauze" oder das Originalzitat eines irischstämmigen amerikanischen Präsidenten: "Ik bin ein Berliner". Die"Actors" persiflierten ihren Stücktitel und luden ein ins "Land of baseball and apple pie, of Disneyland und McDonald's". Indianer lebten vor 300 Jahren in den Weiten der amerikanischen Prärien, verdeutlicht durch wildes Geheul der Akteure bis ein "Shut up!" den rhythmischen Lärm beendete. Häuptling "Running Water" kam daher, erläuterte sein naturverbundenes Leben und stieg samt Federhaube aus dem Spielzeugladen von der Bühne herab. Der "Indsman" war auf Brautschau - "Now I must find a beautiful wife" - und animierte eine Schülerin in der ersten Reihe, ihren Vornamen zu nennen. Entzückt nahm die irische Rothaut den schönen Namen "Luisa" mit sich in den Lauf der (Bühnen-)Geschichte, wollte Spielminuten später mit Kolumbus die Friedenspfeife rauchen. "Not Pizza Pie - Peace pipe", klärte der Häuptling einen Hörfehler des Gastes aus Genua auf. Die Geschichte lief rückwärts und landete bei Leif Eriksson, "a big bad Wiking". Ungeachtet der brachialen Figur schnulzten die Schauspieler Rod Stewarts "We are sailing" zum Anladen des Wikingers. Singen ist eine Stärke der Iren im Allgemeinen und der "Theatre Company" im Besonderen. Das Quartett gab mehrere vielbeklatschte Kostproben.



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