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"Land muss Verantwortung übernehmen"

Stadthagen (sk). Die Kürzung von Landesmitteln für die Arbeiterwohlfahrt (Awo) hat der Landtagskandidat im Wahlkreis Nienburg-Schaumburg, Grant Hendrik Tonne (SPD), während eines Besuchs des Awo-Kreisverbandes Schaumburg beklagt. Allein aus den Toto-Lotto-Einnahmen des Landes flössen zehn Prozent weniger in die Wohlfahrt.

veröffentlicht am 23.01.2008 um 00:00 Uhr

Der Vorsitzende des Awo-Kreisverbandes Ernst Kastning und Geschä

Unzureichend sei unter anderem die abnehmende Förderung der 2007 installierten Ambulanten Palliativberatung, die unter der Trägerschaft des Awo-Kreisverbandes läuft. Binnen vier Jahren schrumpfe der jährliche Landeszuschuss von 25 000 auf 5000 Euro. Tonne: "Das Land hat hier Verantwortung zuübernehmen." Hoch schätzt Tonne das Engagement der Awo im Bereich de Gewaltprävention und Integration. Hier müsse ein Schwerpunkt liegen gegenüber härteren Strafen und Gesetzen. Wer kriminell auffällt, müsse bestraft werden, so Tonne. Die gesetzlichen Mittel dazu seien da. Jedoch müsse dieAhndung rasch erfolgen. Das Land solle zusehen, seine Staatsanwaltschaften und Gerichte personell ausreichend zu besetzen. Heidemarie Hanauske, Geschäftsführerin des Awo-Kreisverbandes, verwies darauf, dass Prävention und Integration nicht nur in ideller Hinsicht, sondern auch wirtschaftlich günstiger sind als alle Maßnahmen, die greifen müssten, wenn Jugendliche straffällig geworden sind. Tonne will das Prinzip finanzieller Effizienz im Bereich der Sozialpolitik nicht im Vordergrund sehen. Wohlfahrt und Rettungsdienste seien kein Wirtschaftsgut. Hier habe das Wohl der Menschen Priorität. Bedauerlich findet es Tonne, dass das Frauenhaus Schaumburg, ebenfalls unter Trägerschaft der Awo, ab 2009 mit 15 000 Euro weniger jährlich auskommen muss. Auch in diesem Fall kürze das Land Zuschüsse.

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