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"Lediglich ledig" feiert Premiere

Laienspielgruppe landet gleich zwei Volltreffer

Lauenau/Apelern (nah). Mit der Auswahl ihres Aufführungsortes und ihres neuen Stücks hat die Apelerner Laienspielgruppe gleich zwei Volltreffer gelandet. Vor gut hundert Premierengästen zeigte sie sich im Lauenauer "Sägewerk" in bester Spiellaune, so dass im Verlauf des Abends immer mehr Lachsalven und begeisterter Applaus die Dialoge auf derBühne unterbrachen.

veröffentlicht am 06.11.2007 um 00:00 Uhr

Eine Frau für Konrad (Jens-Peter Hirt): Die Kostümierung von Fre

"Lediglich ledig" heißt der Titel der Boulevard-Komödie. Zwar enthält sie hier und da altbekannte Witzchen und Plattheiten; aber die Geschichte um Erfolgsschriftsteller Konrad (Jens-Peter Hirt) ist recht reizvoll. Der überzeugte Junggeselle bezieht sein Wissen über das in seinen Büchern beschriebene harmonische Eheleben von Freund Oskar (Thomas Reese). Der steht zwar mächtig unter dem Pantoffel von Gattin Margot (Gritli Tegtmeier), doch Konrad schreibt eben genau das Gegenteil der vom Freund berichteten häuslichen Horrorgeschichten. Das würde noch länger gutgehen, wenn nicht der Verleger nun endlich seinen Bestsellerautor samt dessen Gattin persönlich kennenlernen wollte. Schnell bieten sich Lösungen an: "Ich schenk dir meine Frau", strahlt Oskar. Hoffnungen macht sich Putzfrau Klara (Kerstin Lefeber), die damit ihren langjährigen und immer noch heiratsunwilligen Freund Peter (Hermann Doebel) eifersüchtig machen will. Schon lange weiß die neugierige Lauscherin, dass ihr Arbeitgeber kein Makler, sondern Inkognito-Autor ist. Konrad aber vertraut sich einer Vermittlungsagentur an, die eine Schauspielerin für den ungewöhnlichen Einsatz schicken will. Pünktlich steht dann mit Beate (Brigitte Hillen) auch eine Frau vor der Tür. Und damit nehmen die Turbulenzen ihren Lauf: Wiederholt sind dem armen Oskar die Spuren häuslicher "Schlagfertigkeit" durch Margot anzusehen; die trampelige und sich ewig kratzende Klara ("Zottelmonster") gefällt mit einer köstlichen "Striptease"-Nummer vor ihrem Peter; und die geheimnisvolle Beate schafft es gemeinsam mit dem unablässig stotternden "Bald"-Reporter Heinrich (Gerhard Rauhut), den Erfolgsautor ganz aus der Fassung zu bringen. Situationskomik wird ergänzt durch spritzige Dialoge; und hinter der Bühne schaffte Maskenbildnerin Helma Koller besonders beim malträtierten Oskar von Szene zu Szene ein allmählich Mitleid erregendes Äußeres. Kurzum: Das Stück wurde zur prächtigen Unterhaltung, die mit dem dank Tischgruppen erzielten Bistro-Gefühl im neuen "Sägewerk" gleich ein weiteres Glanzlicht aufgesetzt bekam. Die Mühen der Mimen samt Regisseurin Evelyn Möller und Souffleuse Inge Kaufmann sowie der weiteren zahlreichen Helfer sind es zweifellos wert, dass auch die noch folgenden Aufführungstermine den gleichen guten Publikumszuspruch erfahren.



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