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Informationen zum Baum des Jahres für 50 Forstleute und Waldbauern

Lärche erträgt Trockenheit

Hessisch Oldendorf. Dem einzigen heimischen Nadelbaum, der im Winter seine Nadeln verliert, widmete das niedersächsische Forstamt Oldendorf im Rahmen einer Tagung seine Aufmerksamkeit.

veröffentlicht am 13.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:21 Uhr

Mehr als 50 Forstleute und Waldbauern waren der Einladung des Forstamtes gefolgt, um sich über den Baum des Jahres 2012 zu informieren. In seiner Begrüßung stellte Forstamtsleiter Christian Weigel die aktuelle Bedeutung dieser Baumart heraus. Zwar hat sie in den vergangenen Jahrzehnten in Niedersachsen waldbaulich kaum eine Rolle gespielt, vor dem Hintergrund der bevorstehenden Klimaerwärmung stellt sie nun wieder eine Alternative dar. Denn sie liefert nicht nur beliebtes dauerhaftes Holz, sondern kann auch auf trockeneren Standorten und warmen Witterungsbedingungen gut zurechtkommen.

„Die Lärche stammt zwar ursprünglich aus dem südosteuropäischen Raum, vornehmlich den Alpen, den Karpaten und der Tatra“, erklärt Forstamtsleiter Weigel, „aber als Klima resistente Baumart hat sie auch bei uns durchaus ihre Berechtigung.“

Axel Noltensmeier stellte als Mitarbeiter der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt die waldbauliche Behandlung der Lärche vor. Sehr wichtig sei die frühzeitige Pflege und Freistellung dieser Baumart, da diese extrem lichtbedürftig sei.

Aus Österreich angereist, berichtete Sägewerker Günther Deisl über die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten des schönen und haltbaren Holzes.

Am Nachmittag fand eine Exkursion zu Waldbildern der Lärche in unterschiedlichen Altersstufen in den Wäldern rund um Hessisch Oldendorf statt.

Der „Baum des Jahres“ wird seit 1989 vom gleichnamigen Kuratorium ausgerufen. Ziel ist es, auf die Baumart aufmerksam zu machen und auf die jahresbaumbezogenen Aktivitäten hinzuweisen. Mehr zum Thema Waldbau finden Sie unter www.landesforsten.de/Schuetzen-Gestalten.5.0.html

Infos im Gelände erteilten v. li. Forstamtsleiter Christian Weigel, Günther Deisl aus Österreich und Axel Noltensmeier von der forstlichen Versuchsanstalt.



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