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Extertalkreuzung: Verkehrszählung im Frühjahr / Moderne Signalschaltung kann Entlastung bringen

Längere Grün-Phasen - keine Autoschlangen?

Exten (clb). Problempunkt Extertalstraße: Tausende von Autos, Lastkraftwagen und motorisierten Zweirädern passieren hier - aus vier Richtungen kommend - täglich die Kreuzung. Die zu langen Rot-Phasen der Ampeln verhindern jedoch, dass der Verkehr fließend bleibt. Das Ergebnis: Autos, Lkw und Zweiräder stauen sich in meterlangen Schlangen durch Exten, teilweise bis zur Gaststätte "Zur Post". Und nicht selten kommt es zu Auffahrunfällen. Besonders extrem ist die Situation morgens, wenn der Berufsverkehr beginnt. Und im Hinblick auf das neue Wesergold-Hochregallager ist dort künftig mit noch mehr Verkehr zu rechnen.

veröffentlicht am 12.12.2007 um 00:00 Uhr

Extertalkreuzung: Vor allem im Berufsverkehr stauen sich die Aut

Um zu einer plausiblen Lösung zu kommen, haben vier Vertreter der SPD-Stadtratsfraktion, Klaus Wißmann, Karin Rudhardt-Burneleit, Dieter Horn und der stellvertretende Bürgermeister Karl Lange, sowie Landtagsabgeordneter Volker Brockmann das Gespräch mit Markus Brockmann gesucht. Der Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln konnte den Anwesenden den Sachstand erläutern und im gleichen Zuge zwei mögliche Lösungsansätze präsentieren. Im Frühjahr 2008 will die Hamelner Behörde zunächst einmal alle vier Verkehrsströme, aus Krankenhagen, Exten, Rinteln und dem Industriegebiet Süd, einzeln zählen. Nach etwa einer Woche sollen die Ergebnisse dann ausgewertet werden. Ein Fachbüro soll dann die Leistungsfähigkeit der Straße ermitteln. Nach der Verkehrszählung soll entschieden werden, ob die Signalschaltung der Ampelanlage modernisiert wird, das heißt eine Fußgängerüberquerung nur noch per Knopfdruck und nicht mehr automatisch geregelt wird sowie die Grün-Phasen den Verkehrszahlen angepasst werden, oder aber ein Kreisverkehr den Verkehr entzerren soll. Dass Markus Brockmann selbst eher die erste Variante, eine modernisierte Signalschaltung, bevorzugt, war deutlich rauszuhören. Dafür spricht nicht nur der deutlich geringere Kostenaufwand (das Umrüsten der Ampelphasenschaltung beläuft sich auf 15 000 bis 20 000 Euro, eine Kreisverkehr-Regelung hingegen auf 150 000 bis 200 000 Euro), sondern auch die Realisierung. Die Signalschaltung ließe sich in einigen Tagen modernisieren, der Bau eines Kreisels würde sich über Wochen und Monate hinziehen. Außerdem, so der Experte, müsse man zunächst die Ergebnisse der Zählung abwarten, um zu schauen, ob man einen Kreisverkehr überhaupt umsetzen könne. Werden nämlich mehr als 600 Querungen pro Stunde ermittelt, erübrige sich diese Option ohnehin. Zudem müsste die Landeseisenbahnaufsicht eingeschaltet werden, da es Probleme mit der Draisinenstrecke geben könnte. Anschließend brachten auch die anwesenden Politiker ihre Vorstellungen und Anregungen mit ein: Dieter Horn sieht eine geregelte Ampelkreuzung an der Extertalstraße als Voraussetzung dafür, um auch eine vernünftige Verkehrsführung in der Innenstadt zu schaffen. Hier müsse dringend etwas gemacht werden. "Und die Lage wird sich noch mehr verschärfen, wenn das Hochregallager kommt!", ist sich der SPD-Ratsherr sicher. MdL Volker Brockmann regte an, das Gespräch mit Wesergold zu suchen, um zu klären, welchen Anteil der Lkw-Verkehr für das Hochregallager künftig ausmache. Außerdem sieht Horn einen Zusammenhang zwischen Kreuzung und Umgehungsstraße. Man müsse die Umgehungsstraße attraktiver gestalten, damit die "Schleichwege" durch die Innenstadt vermieden werden und auch das Exter Feld entlastet werde. Bezüglich der Signalschaltung halte er es für dringend notwendig, die Grün-Phase für die aus Exten kommenden Fahrzeuge zu verlängern.



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