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Totale Bedarfsdeckung jedoch noch nicht möglich

Längere Betreuungszeiten: Kindergärten flexibler

Stadthagen (jl). In die Stadthäger Kindergarten-Landschaft kommt Bewegung. So werden sich die Betreuungszeiten in etlichen Einrichtungen nach den Sommerferien verlängern. Eine feste Einrichtung soll die Ferienbetreuung werden. Gearbeitet wird seitens der Stadt und der übrigen Träger an mehr Plätzen für Kinder unter drei Jahren sowie zusätzlichen Hortplätzen für Grundschulkinder. Alle Wünsche der Eltern sowie Anträge der großen Ratsgruppen können noch nicht erfüllt werden. Das wurde in der konstituierenden Sitzung des neuen Ratsausschusses für Schulen und Kindergärten deutlich.

veröffentlicht am 04.05.2007 um 00:00 Uhr

Bestrebungen nach flexibleren Betreuungszeiten, die den heutigen Arbeitsbedingungen der Eltern angepasst sind, gibt es in Stadthagen bereits geraume Zeit. Das wurde spätestens deutlich, als das Ergebnis der großen Bedarfsumfrage des Elternbeirats der Kindertagesstätten im vorigen Jahr auf den Tisch kam. Darauf fußen Anträge der CDU/BfS-Gruppe sowie der SPD/FDP. Den CDU-Antrag sah Ausschussvorsitzende Regina Soergel (CDU) angesichts der von der Verwaltung inder Sitzung vorgelegten Ergebnisse weitgehend als erfüllt an. Auch0 die SPD/FDP signalisierte Zufriedenheit. Die Zeiten sind laut Soergel nichtüberall verlängert worden, sondern da, wo es die Eltern gefordert hätten und laut Sandra Wiechmann von der Verwaltung, wo es von den Kapazitäten her passe. "In den letzten fünf Jahren hatten wir nie eine Flexibilität wie jetzt", unterstrich Soergel. Es geht aber nicht alles: Auf der Wunschliste der Eltern steht nach den Worten des Elternratsvorsitzenden Dieter Schmidt noch eine Kindergartengruppe, die morgens um 7 Uhröffnet. Ansonsten zeigte sich Schmidt mit den neuen Zeiten zufrieden. Die 7-Uhr-Öffnung soll es ab 1. September dieses Jahres im "Zwergen- und Riesenland" sowie in der "Schatzkiste" im Karl-Wolperding-Haus geben. In der "Schatzkiste" wird es auch den verlängerten Vormittag bis 14 Uhr sowie den vorgezogenen Nachmittag ab 12.30 Uhr geben. Im "Regenbogenhaus" kommt eine verlängerte Betreuung von 13 bis 15 Uhr. Eine zweite altersübergreifende Gruppe geht im Kindergarten in Wendthagen an den Start. Geprüft wird dies auch für "Löwenzahn" in Enzen. Angebote für besonders pfiffige Kinder sind im "Herminenstift" in Arbeit. Hinzu kommt eine Kooperation des Waldkindergartens "Pützelzwerge" mit der Kita in Wendthagen, die morgens und mittags längere Betreuungszelten für die "Waldkinder" ermöglicht. Die neue Flexibilität soll nach den Worten von Bürgermeister Bernd Hellmann Prinzip bleiben. "Wir werden jedes Halbjahr nachgucken müssen, ob wir etwas ändern müssen", gab er als Prinzip aus. "Es muss nicht alles von Frau von der Leyen angestoßen werden. Wir sind schon länger am Thema", sekundierte Marita Gericke (CDU). Wo es noch hakt, machte Elternsprecher und Ausschussmitglied Schmidt deutlich: "Bei den Hort- und Krippenplätzen sind wir noch nicht am Ziel." Akut geht es um etwa zehn fehlende Hortplätze zum neuen Schuljahr. Der Bürgermeister versicherte, dass die Stadt an einer Lösung arbeitet. Genaueres hat Hellmann für die nächste Fachausschusssitzung versprochen, die für Ende Mai angesetzt ist.



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