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Brockmann: Sperrung für Lkw prüfen / Bartling soll helfen

L 439 wieder gebrochen - Kein Geld für Sanierung

Antendorf (la). Die desolate Landesstraße 439 zwischen Antendorf und Pohle weist wieder ein riesiges Loch auf. Nach dem schweren Unfall auf der Autobahn waren in der vergangenen Woche abermals unzählige Lastwagen über die Straße gerauscht und haben schwere Schäden hinterlassen.

veröffentlicht am 30.01.2008 um 00:00 Uhr

Hier soll demnächst wieder geflickt werden, denn der Ausbau der

"An einer Stelle mussten wir jetzt die Straße durch Baken einengen, denn sie ist dort durchgebrochen", sagte Markus Brockmann, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln. Im Untergrund sei keine Substanz mehr vorhanden, erklärte er den Bruch. Man wisse, dass die Straße in einem sehr schlechten Zustand ist und dringend saniert werden muss. Die Genehmigung wurde bereits am 13. Januar 2003 von der damals noch bestehenden Bezirksregierung erteilt, aber da sich der Landeshaushalt weiterhin im Konsolidierungszustand befindet, gebe es kein Geld für den notwendigen Ausbau. "Mit kleinem Geld können hier keine Sanierungsarbeiten vorgenommen werden, und da kein Geld da ist, können wir nur wieder punktuell flicken", sagte Brockmann, der damit selber nicht zufrieden ist. Der aktuelle Schaden soll behoben werden, sobald das Wetter es zulässt. "Im Moment steht in dem Loch Wasser. Da können wir nichts machen", so Brockmann. Dann soll die beschädigte Fläche etwa 30 Zentimeter tief herausgenommen und Bitumen aufgefüllt werden. "Das ist aber keine Dauerlösung", weiß Brockmann. "Wir müssen sehen, wie wir über die Zeit kommen und hoffen, dass die Sanierungsmaßnahme irgendwann umgesetzt werden kann. Bis dahin müssen wir mit dem leben, was möglich ist." Es sollen auch Gespräche mit der Verkehrsbehörde geführt werden, um zu prüfen, wie der Lkw-Verkehr beim nächsten Stau auf der Autobahn von der desolaten Landesstraße fernzuhalten sein könnte. "Eigentlich ist das ja auch nicht die offizielle Umleitung, sondern die Landesstraße 443, die auch dafür geeignet ist", so Brockmann. Doch daran halten sich die Lkw-Fahrer nicht. "Müssen sie auch nicht, denn es gibt kein Verbot, und die Umleitung ist eine Empfehlung und kein Muss." Man müsse prüfen, ob die L 439 für Lastwagen ab einer gewissen Größe gesperrt werden kann. "Das muss aber die Verkehrsbehörde anordnen, und dann muss auch kontrolliert werden, ob sich die Verkehrsteilnehmer daran halten. Wir müssen ein wirksames Mittel finden", erklärte Brockmann. Die Ortsvorsteher aus Antendorf und Hattendorf, Hans Jürgen Bethge und Helmut Meier, wollen den SPD-Landtagsabgeordneten Heiner Bartling zu einem Besichtigungstermin einladen und ihn um Unterstützung bitten. Die bekommen sie auch vom Auetaler Bürgermeister Thomas Priemer und seinem Rodenberger Kollegen Uwe Heilmann, die erst kürzlich wieder die Sanierung gefordert hatten.

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