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Bürgermeisterin Mensching und Runkel sprechen mit Minister Hirche über die Ortsdurchfahrt

L 439: Vor 2012 kann nur geflickt werden

Pohle/Hannover (bab). Vor 2012 wird die Landstraße 4 39 im Abschnitt Pohle nicht saniert. Die Bürgermeisterin der Gemeinde, Gerlinde Mensching (CDU), hat das bei einem Besuch in Hannover in Erfahrung gebracht. Die Informationen stammen aus erster Hand. Mensching hat sich mit Verkehrsminister Walter Hirche (FDP) und Fritz Hornbach aus dem Referat Straßenbau/Landesstraßen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums getroffen.

veröffentlicht am 21.05.2008 um 00:00 Uhr

Joachim Runkel und Gerlinde Mensching haben sich bei Verkehrsmin

Mensching und Joachim Runkel, Mitglied des CDU- Landesvorstandes, waren nach Hannover gefahren, um auf den "rapide verschlechternden Zustand der Landesstraße 439" aufmerksam zu machen, heißt es in einer Pressemitteilung von Schaumburgs CDU-Kreisgeschäftsstelle. Dieser ist auch zu entnehmen, dass der schlechte Zustand der Straße der Landesregierung bereits bekannt war. Die Pohler haben in letzter Zeit besonders unter den Baustellen auf der A 2 gelitten. Wenn die Autobahn aufgrund von Bauarbeiten oder Unfällen dicht ist, weichen Autos und Lastwagen über die L 439 durch den kleinen Ort aus. Die schweren Fahrzeuge haben ihre Spuren hinterlassen. Fahrbahn, Rand und Gossen halten der Last nicht stand. Die Gemeinde hatte ich deshalb an das Land gewandt, damit die Straße saniert wird. Zudem hat Pohle überlegt, am Ortsausgang einen Bürgersteig zu bauen, will die Maßnahme aber bis zum Ausbau der Straße ruhen lassen. Hornbach habe mitgeteilt, dass die L 439 in den Straßensanierungskatalog aufgenommen worden sei. Voraussichtlich aber erst 2012 könne mit der Überholung der Straße begonnen werden. Hornbach und Hirche hätten durchaus Verständnis für die bedenkliche Situation vor Ort gezeigt, so Mensching. Die Bürgermeisterin hatte aber keinen Erfolg mit ihrer Bitte, die Sanierung der Landesstraße wenigstens im Bereich des geplanten Bürgersteiges vorzuziehen. Wie Hornbach erklärt habe, ließe sich nicht sanieren, solange es noch keine abgeschlossenen Planungen von der Gemeinde und dem Landesstraßenbauamt gebe. Zudem müssten die extrem knappen Mittel für die landesweite Straßensanierung und begleitende Aus- und Umbaumaßnahmen auf ganz Niedersachsen verteilt werden.So sei das Land in diesem Jahr gezwungen, besondere finanzielle Zuwendungen für die Instandsetzung der 1900 niedersächsischen Brücken aufzubringen. Außerdem seien Ausschreibungen, Baustelleneinrichtungen und sonstige Vorbereitungen so teuer, dass das Land die Maßnahmen nicht zweimal beauftragen könne. Wie die Kreisgeschäftsstelle der CDU mitteilt, hat Runkel aber bewirken können, dass sich Hornbach mit dem Leiter des zuständigen Straßenbauamtes in Hameln in Verbindung setzen werde, "um zu ermitteln, welche Informationen und Planungen in der Schublade liegen und mit welchen Bordmitteln man eine Entschärfung des Gefahrenpotenzials auf Grund der zerstörten Fahrbahnbegrenzung erreichen könne". Runkel, der die Bemühungen Menschings unterstützt, sei nicht bekannt gewesen, dass es im Straßenbauamt noch keine konkreten Planungen gibt und dass der Rat in Pohle den Bau des Bürgersteiges vorerst verschoben hat, so die Mitteilung Runkels. Er habe Hornbach deshalb dringend gebeten, eine für alle tragbare Lösung zu entwickeln.

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