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Kreisreiterverband verspürt großes Interesse an Springreiten – Dressur weniger gefragt

Kutschfahrern fehlt der Nachwuchs

Hameln-Pyrmont (rhs). Gern hätte sich der Kreisreiterverband Weserbergland beim „Tag der Niedersachsen“ in seiner ganzen Vielfalt präsentiert. „Doch leider bekamen wir eine Absage, weil in der Innenstadt kein Platz für unsere Pferde war“, klagte Vorsitzender Rudolf Dreischer bei der gut besuchten Hauptversammlung im Hamelner VfL-Heim.

veröffentlicht am 24.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 23:21 Uhr

Dennoch hatte der achtgrößte Fachverband im Kreissportbund mit seinen 19 Vereinen und 2146 Mitgliedern (gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 182 Mitgliedern) genügend Gelegenheit, ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zu treten – bei Turnieren, Meisterschaften, Championaten, Reitjagden.

Große Turniere mit S-, M- oder L-Prüfungen werden dabei allerdings immer seltener und sind nur von Vereinen zu schultern, die über viel Helfer und großzügige Sponsoren verfügen. „Die anderen sind überfordert und lassen deshalb die Finger davon oder geben sich mit E-Prüfungen zufrieden“, meinte der seit zwei Jahren an der Spitze stehende Reiterboss aus Bad Pyrmont.

Sport- und Jugendwartin Sabine Faßhauer (Hastenbeck) unterstrich, dass es einen Boom bei den Sprungreitern gebe, während die Anzahl der Dressurreiter rückläufig sei. Das habe sich nicht nur bei den Kreismeisterschaften, beim Championat und den Jugend-Cup-Wettbewerben ablesen lassen, sondern auch bei den Lehrgängen, bei denen überregionale Reiterkoryphäen ihr Wissen an den Nachwuchs weitergeben. „Diese Lehrgänge haben einen so guten Zuspruch gefunden, dass wir sie auch 2010 anbieten werden, um das Leistungsniveau zu heben“, sagte Dreischer, der darauf aufmerksam machte, dass der Kreisverband mit einem Jahresbudget von 800 Euro die Kosten nicht allein übernehmen könne, sondern stets auch auf die finanzielle Beteiligung der Teilnehmer angewiesen sei.

Die für den Fahrsport zuständige Fachwartin Michaela Flegel freut sich, dass nach der Absage der Emmerthaler (fehlender Hauptsponsor) sich der Reit- und Fahrverein St. Georg Aerzen bereit erklärt hat, die Kreismeisterschaften Ende August in Ahorn zu übernehmen. „Zurzeit haben wir nur sieben aktive Fahrer, uns fehlt der Nachwuchs“, bedauerte sie.

Die Kreis-Rangliste 2009 führen Karola Suter (RV Emmerthal) bei den Dressurreitern, Maja Faßhauer (Emmerthal) beim Ponyspringen, Julia Leinemann (Grohnde) bei den Springreitern und Axel Faßhauer (Emmerthal) bei den Gespannen an. Bei den Junior-Cup-Wettbewerben lagen Katrin Kirchhoff ( RV Bisperode), Mona Schaper, Jana Boose (beide RV Emmerthal) sowie Luisa Marie Wolf (Nienstedter Reiter) vorn. Und die blaue Schärpe eines Kreismeisters eroberten Gespannfahrer Heinz Stichnothe, die Dressurreiterin Karola Suter sowie Springreiterin Julia Leinemann (alle RFV Emmerthal). Der Sieg im Dressur-Championat ging an Julia Kleffmann (Emmerthal), im Springchampionat triumphierte Svenja Lehmann (Nienstedt).



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