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Trotz der Krise stehen die Zeichen im Hamelner Werk auf Aufschwung

Kurzarbeit dauert an – und Volvo hofft auf Russland und China

Hameln (TT). Der Baumaschinenhersteller Volvo geht davon aus, dass die Kurzarbeit im Hamelner Betrieb „noch bis Ende des Jahres“ dauern wird. Das erklärte Geschäftsführer Udo Heukrodt gestern gegenüber der Dewezet. Die Situation der für den Baumaschinenspezialisten wichtigen Exportmärkte habe sich noch nicht deutlich verbessert. Es seien zwar hier und dort einige Tendenzen erkennbar, dass „Märkte zurückkommen“. Aber noch, so Heukrodt, seien „das ganz zarte Pflänzchen“.

veröffentlicht am 02.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Hält die Fahne hoch: Volvo-Chef Udo Heukrodt. Foto: Dana

Letztlich könne derzeit niemand sagen, wie es im kommenden Jahr weitergehen werde mit der Konjunktur. Die Weltbank hatte ihre Konjunkturprognosen für die Euro-Zone, die USA und Japan kürzlich nochmals gesenkt. Die wirtschaftlichen Aussichten seien weiter ungewöhnlich unsicher, erklärte die Weltbank. Daher werde die Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone, in den USA und in Japan 2009 stärker schrumpfen als bislang angenommen. Auch die Erholung werde im kommenden Jahr schwächer ausfallen. Dagegen blickt die Weltbank optimistischer als zuvor auf die Erholung 2010 in China, Russland und Indien. Dieses ist ein positives Zeichen auch für das Hamelner Volvo-Werk. Schließlich gehören nach Heukrodts Aussagen gerade die Märkte in Russland und China zu den wichtigsten Volvo-Märkten.

Bereits seit Januar ist bei Volvo Hameln Kurzarbeit angesagt, davon betroffen sind fast alle 500 Mitarbeiter. Die verordnete Kurzarbeit entspricht etwa 100 bis 110 Arbeitsstellen, erklärte Heukrodt – der zugleich das deutsche Modell der Kurzarbeit lobte, weil man dadurch „nicht entlassen muss und seine guten Leute weiter an Bord hat, wenn es wieder aufwärts geht“.

Dass die Konjunktur und damit auch das Geschäft bei Volvo die Kurve nach oben kriegen werden, davon ist Heukrodt überzeugt: „Wir bereiten uns auf den Aufschwung vor. Wir nutzen die Kurzarbeit, um unsere Mitarbeiter zu schulen. Und wir planen weiter unsere Fabrikerweiterung. Wenn es dann eines Tages wieder aufwärts geht, dann müssen wir unsere fertigen Pläne nur aus der Schublade ziehen, Geld in die Hand nehmen und können loslegen. Wenn wir den Schalter umlegen, dann geht es mit Volldampf voraus.“



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